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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1866-01-01 · 3 (1866) · p. Seite 276

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
4 (1866)
Issue
3 (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 276 (sequence 116)
Language
German
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276 Umschau. schrift Lebanon II S. 171 u. S. 186 f. abgedruckt sind, nicht die Genauigkeit und die geschichtlich kritische Behandlungsweise suchen, welche uns in den Schriften der früher genannten Gelehrten entgegentreten. 10. Juni. 5. Neues aus öffentlichen Bibliotheken. Der Drang nach der Erwerbung literarischer Schätze ist in unfern Tagen nicht ein Luxus der öffentlichen Bibliotheken; daß ׳ der wissenschaftliche Sinn dabei leitet, dafür zeugt die Bereitwilligkeit, mit der man deren Benützung ermöglicht, die Veröffentlichung von Katalogen. Nach den trefflichen Katalogen der Bodlejana und der Leydener Bibliothek ist nunmehr der der Pariser erschienen, und die französische Regierung ist in rühmlicher Weise mit dem schönen Beispiele vorangegangen, den Gelehrten vom Fache diesen Katalog als Ehrengeschenk zukommen zu lassen. Von andern Bibliotheken werden die Kataloge vorbereitet. Unterdessen beeifern sich Viele uns schon jetzt theils durch einzelne Verzeichnisse und Mittheilungen in Kenntniß zu setzen von den vorhandenen Handschriften, theils auch sie ihrem Inhalte nach genauer bekannt zu machen. So liefert W. Wright im Julihefte des Journal of sacred literature and biblical record einen Bericht über tb6 AImanzi collection of Hebrew manuscripts in the British Museum, der mir in einem 14 Seiten starken Sonderabdrucke vorliegt. Der Bericht ist, wenn auch kurz, mit der Sachkenntniß und einsichtsvollen Würdigung abgefaßt, die man bei diesem wackern Gelehrten erwarten darf. Ueber einen solchen Bericht läßt sich natürlich nicht ein neuer Bericht machen, und er ist um so überflüssiger, als diese Sammlung der Almanzi'schen Handschriften schon anderweitig zwei Mal von Luzzatto beschrieben worden. Ich bemerke nur, daß wenn ein Abschreiber des Tur Choschen Ha-Mischpat als das Jahr der Abschrift das I. 20 nach der kleinen Aera angiebt, Dies nicht simply absurd genannt werden muß, indem derselbe vielmehr außer den Tausenden auch die Hunderte sich zurückzulassen gestattete — was freilich selten geschieht —, also im I. 5120 oder 5220 (1360 oder 1460) die Abschrift angefertigt hat. Außer der Almanzi - Sammlung hat übrigens, wie Hr. Wright zum Schluffe meldet, das britische Museum gleichzeitig noch ein Dutzend anderer sehr seltener und werthvoller Manuscripte erworben, aus denen der

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