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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1866-01-01 · 3 (1866) · p. Seite 249

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
4 (1866)
Issue
3 (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 249 (sequence 89)
Language
German
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Levy: thargurnisches Wörterbuch. 249 rauf weist eine Mischnahstelle, welche der Vrf. selbst anführt, wie die Version der andern aramäischen Uebersetzer. Die Mischnahstelle ist Okzin 3, 11, wo die Honigwaben als bereit liegend bezeichnet werden נלשיחדחד, was der Vrf., nach Vorgänge mehrerer Rabbinen, richtig erklärt: sobald man anbrennt, erhitzt, um die Bienen zu verjagen und sich der Honigzellen zu bemächtigen. Dasselbe sagt nun das Tharg.: wie entbrennen, heiß werden die Bienen und leiden, d. h. indem ihnen durch das in ihrer Nähe angezündete Feuer heiß wird und die Hitze sie verjagt. Dasselbe will der Syrer sagen mit seinem?00י?, angeräucherte Bienen, dasselbe das babhl. Tharg. wenn es דכתזן, ab-, zerfließen setzt (eine seltsame Erweiterung dieser Uebersetzung findet sich in Sotah 48 d), dasselbe auch jerus. Tharg. II mit dem einfachen דדדיפו, verjagt werden. Daß sie nun übereinstimmend diesen Sinn wiedergeben, beweist daß sie von unserer Punctation abweichen und Wohl eingeräuchert werden, lesen, was der Syrer wörtlich, die Thargume mehr dem Sinne nach wiedergeben. Diese Uebereinstimmung der Peschito mit sämtlichen Thargumen, und zwar ausschließlich mit ihnen, während alle andern Uebersetzer abweichen, ist von einem allgemeinen Interesse. — Unter חביבא führt der Vrf. (S. 233 b) die Uebersetzung des jerus. Tharg. II 5 Mos. 27, 23 חתכתו mit!■דזביבתיד an und nimmt Dies, wie schon Buxtorf thut, nach dem Texte als Schwiegermutter. Allein es ist schwer zu glauben, daß der Thargumist dieses Wort so gebraucht haben sollte. Bedenkt man hingegen, daß mehrere alte Uebersetzer, wie die 70 und Aquila, Wohl auch Symmachus an der Erwähnung der Schwiegermutter hier Anstoß nahmen und sie in Schwiegertochter, Schwägerin und dgl. verwandelten (vgl. diese Zeitschrift oben S. 57 f.), so ist es Wohl wahrscheinlich, daß auch das Thargum den, dem hebr. דודדל entsprechenden allgemeinen und unbestimmten Ausdruck חביבוזא wählte. Die Ausführlichkeit, mit der wir auf das Werk eingegangen, bezeugt daß wir ihm Bedeutung beilegen, und wenn wir auch Mannichfaches daran auszusetzen finden, so bereichert jedenfalls der Vrf. das Material durch sein fleißiges Zusammentragen des ganzen Lhargumischen Sprachschatzes, durch sorgfältiges Eingehn in denselben und handschriftliche Vergleichung, wie durch Herbeiziehung thalmudischer Parallelen. Hoffentlich wird in den folgenden Lieferungen Unnützes beseitigt, das Ganze compacter zusammengefaßt,

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