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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1866-01-01 · 3 (1866) · p. Seite 234

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
4 (1866)
Issue
3 (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 234 (sequence 74)
Language
German
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234 .Luzzatto: chaldaische Grammatik. von der Frage abgesehen werden, ob das genannte Thargum wirklich diesen Vorzug verdient; jedenfalls kommen die andern Abarten durch ein solches Verfahren nicht zu ihrer vollen Erkenntniß. Es war daher ein verdienstliches Unternehmen von Seiten Luzz.'s, die beiden wichtigen Gattungen des Biblisch-Chaldäischen und Baby- Ionisch-Thalmudischen abgesondert, wenn auch mit beständiger Rücksichtnahme auf die allgemeinen Grundgesetze des Aramaismus, zu untersuchen, sie in der ihnen eigenthümlichen Bestimmtheit festzustellen und uns vorzuführen. Für den biblischen Chaldaismus ist die Aufgabe eine leichtere; der Umfang seiner Quellen ist gar sehr beschränkt, er ist von ältester Zeit her, durch Punctatoren und Bibelforscher, sorgsam behandelt worden. Dennoch zeichnet sich auch die ihm gewidmete Arbeit Luzz.'s durch Genauigkeit und Einsicht aus. Gerade in diesen biblisch-chaldäischen Stücken ist die Punctation in unfern meisten Bibelausgaben ziemlich incorrect, und es bedarf der Vergleichung der ältesten Drucke und guter Handschriften, um die richtige Vocalisation festzustellen. Bei der Dürftigkeit der Quellen scheut man es oft auch nicht, fehlende Formen aus andern chaldäischen Literaturstücken zu ergänzen; L. vermeidet Dies streng. Nur was vorkommt, nimmt er auf; das Fehlende bezeichnet er als solches. Er hält aus diese Weise diese Abzweigung scharf ab, ebensowohl von den engverwandten andern chald. Sprachweisen wie von dem Hebräischen, dessen Einwirkung auf die Formen des bibl. Chaldaismus nur insoweit zugegeben wird als sie nachweisbar ist. Dieselbe Genauigkeit beobachtet er bei der Wortbedeutung und duldet auch da nicht eine Herübernahme von Bedeutungen, die nicht aus der Quelle selbst gerechtfertigt werden. So bieten unsere Wörterbücher für das bibl.-chald. •\~ zwei ganz verschiedene Bedeutungen, die eine oft vorkommende, welche dem hebr. אם entspricht: wenn, ob, und in Verdoppelung: ob ... ob, sei es .. . oder, aber auch eine zweite, welche mit dem hebr. דלן übereinstimmen soll: siehe! Letztere Bedeutung weist L.', und Wohl mit 'Recht, gänzlich ab (S. 52) und erklärt die Stellen, in welchen man sie finden will, nach der sonst herrschenden Bedeutung mit richtigem Einblicke in den ganzen Sprachcharakter. So Dan. 3, 15: Nun, wenn ihr bereit seid ... niederzufallen (dann ist's gut), und wenn nicht..., werdet ihr alsbald in den Feuerofen geworfen; das. 17. 18: Wenn unser Gott uns retten kann, so wird er uns auch retten, und wenn

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