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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1866-01-01 · 3 (1866) · p. Seite 223

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
4 (1866)
Issue
3 (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 223 (sequence 63)
Language
German
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VII. Krim'sche Grabinschriften. 223 die neue palästinische PunctaLion und Maßorethik ein gegenüber der bis dahin geltenden babylonischen (assyrischen). Drei solcher Sendboten werden namentlich angeführt und haben sich im Andenken der krimschen Juden erhalten: Efraim — von dessen Sohn Jakob vielleicht ein Commentar zur jerusalemischen Gemara sich noch später in der Krim vorgefunden haben mag —, Elischa' und Chanukkah. Der größere Theil jedoch blieb im Ganzen bei den alten Satzungen und lieh den eindringenden Sendboten von Seiten des Karäismus ein williges Ohr. So hat bei der Abgeschlossenheit dieser Gegend von dem großen Weltverkehr und seinen großen Um- Wälzungen Vieles sich in seiner alten Gestalt erhalten, das anderswo durch Zerstörungen und innere Umgestaltungen gänzlich verwischt wurde. So überraschend uns daher im ersten Augenblicke die große Anzahl alter Denkmale und literarischer Ueberbleibsel ist, die uns bald eine Entwickelung aus frühen.Jahrhunderten aufzeigen, welcher wir anderswo erst in späteren Jahrhunderten begegnen, bald ganz eigenartige unbekannte Formen enthüllen; so weicht bei ruhigerer Erwägung Staunen und Zweifel. Die zur Geltung gelangten halachischen und hagadischen Werke, die einzigen, welche uns aus alter Zeit geblieben sind, haben gerade wegen ihres allgemeinen Gebrauches und der von ihnen abhängigen, aber auch auf sie wieder einwirkenden Geistesrichtung mannichfache untergeordnete Umgestaltung erfahren und geben uns nicht ganz das treue Bild der alten Zeit wieder, das uns aus starren Gegenden und Gebilden weit schärfer entgegentritt. Die ältere babylonische Gestalt des Bibeltextes nebst Punctation, Accentuation und Maßorah ist uns bis auf schwache Erinnerungen verloren gegangen, während sie in der Krim in ihrer vollen Ausarbeitung zu unserer großen Belehrung aufgesunden wurde. Und so wollen wir auch von den andern Denkmalen lernen und nicht vornehm sie verdächtigen, weil wir Nichts von dem gewußt haben, was sie uns bringen. 3. Das Neue, das wir hier finden, sind nun vor Allem zwei Aeren, welche bis dahin ganz unbekannt waren, die eine nämlich ״nach unserem Exile", d. h. nach dem assyrischen, welche als 696 v. Ehr., und die andere eine ältere Schöpfungsära, welche als 3911 v. Ehr. erscheint. Das Verhältniß der beiden Aeren zu einander ergiebt sich aus Inschriften, auf welchen beide zusammen Vorkommen; hingegen bedarf beider Berechnung nach unserer Chronologie der Begründung. Seine Annahme stützte Firkowitsch zunächst auf zwei

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