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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1866-01-01 · 3 (1866) · p. Seite 217

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
4 (1866)
Issue
3 (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 217 (sequence 57)
Language
German
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VII. Krini'sche Grabinschriften. 217 Unfern frühern Erörterungen nach schwindet für uns diese Schwierigkeit. Ueber ein Anderes geht Chw. rasch hinweg, wo wir ihm nicht so leicht folgen können. Was bedeutet מד? Chw. erklärt es als Abkürzung von בלדבר, an der Pest. Wir würden uns den Ausdruck gefallen lassen, wenn das Wort ausgeschrieben wäre, obgleich wir eher בדבר erwartet hätten. Allein die Annahme einer solchen ganz ungewöhnlichen Abkürzung erscheint uns um so unzulässiger, als sie ganz unmotivirt ist. Es beginnt mit dem Worte eine neue Zeile,.und der Steinhauer hatte gar keine Veranlassung nicht dem ganzen Worte Raum zu gönnen. Man ist hier weit eher berechtigt, einen Jrrthum des Steinmetzen anzunehmen. Er hatte den Namen des Monates am Ende der vorhergehenden Zeile aus Mangel an Raum nicht beendigen können und schrieb blos כס mit Weglassung des לו, er wollte daher vielleicht auf der folgenden Zeile den Monatsnamen nochmals ganz schreiben, irrte sich nun aber und sing den früheren Monat Marcheschwan zu schreiben an, meißelte die Buchstaben 2(,״ (denn es kann ebensogut Resch wie Daleth gelesen werden) aus, erinnerte sich dann aber seines Irrthums und vollendete das Wort nicht, bezeichnete vielmehr die bereits ausgehauenen Buchstaben durch darüber gesetzte Punkte — und über dem Resch stehn sogar zwei — als falsch. Etwas Aehnliches scheint dem Steinhauer am Schlüsse der Inschrift begegnet zu sein, was wir jedoch bei Chw. gar nicht erwähnt finden. Die dem letzten Worte vorangehende Abbreviatur ist auf dem Steine ganz deutlich als 1תנ״בד־ז noch mit Jod zu lesen; was soll aber dieses Jod bedeuten? Ich lege es gleichfalls dem Steinmetz zur Last, sinde aber seinen Jrrthum sehr entschuldbar. Die Abbreviatur der Eulogie ist nämlich gewöhnlich תנצבה, auf unserer Inschrift jedoch ist das Wort צרורה des Reimes wegen aus der Mitte an das Ende gesetzt und ausgeschrieben, der Steinhauer folgte nun dem gewohnten Zuge und begann den dritten Buchstaben der üblichen Abbreviatur, schon hatte er den ersten Theil des Zade, welcher ein Jod ist, ausgehauen, als er seinen Jrrthum gewahrte, und so ließ er den Buchstaben unvollendet. Auf einem fünften Grabsteine lesen wir: וזאת הבלצבה אכיר הוצבה | יכל ראם בעל חכנלה וםיבה ן זקן ו:םוא פנים וראם יעויבה ן הבלרביץ תורה בדורו ברוח נדיבה | הבלעבלי־ד תלבלידי' רבי' בנפם רחבה | הוא כהר יעקב חזן כפםו ת בטובה | בכר בלטה הנכבד ת:צבה | נאסף אל עכליו בנםיקה ואהבה | יוסד על פי הגוזר לאנום

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