Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 4 (1866)
- Issue
- 3 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 182 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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182 IV, Die hebr. Handschriften in Paris. talischer Kataloge ging, die letzte Bearbeitung des hebräischen für den Druck nochmals Hrn. Zotenberg übertragen werden, der nun auf Grundlage der tüchtigen Vorarbeiten den Katalog so anfertigte, wie er jetzt vorliegt. Nach den, wie bereits oben bemerkt, uns früher schon zugekommenen reichen eingehenden Mittheilungen über die interessanten Handschriften, welche die Pariser Bibliothek enthält, oder auch über dort befindliche Werke, welche jedoch auch in andern Bibliotheken gefunden werden und nach den Exemplaren dieser beschrieben worden, bietet uns nun der neue, im Ganzen ziemlich kurz beschreibende Katalog inhaltlich, außer dem nackten bibliographischen Gerüste, wenig neue Belehrung. Bei einer allerdings raschen Durchlesung des Werkes habe ich nur zwei Dinge bemerkt, welche bisher nicht genügend bekannte Andeutungen geben. Schon Munk hatte berichtet (Israel. Annalen 1841 N. 12 S. 93), daß sich eine kleine arabisch geschriebene Abhandlung von Joseph Kerkeßani unter den von ihm erworbenen Handschriften finde, die nun im Supplement N. 48 ausgenommen und hier unter N. 755 (S. 122) verzeichnet ist. Wir erhalten nun freilich Nichts weiter als die Anfangsworte:!נבתדי אלאן באתבאת אלדלאלה! עלי חקיקדץ בלערפזע אללד (Beginnen wir nun mit Feststellung des Beweises für die Wahrheit der Erkenntniß Gottes). Aber diese Worte deuten darauf hin, daß die Abhandlung jedenfalls theilweise oder in ihrem Anfänge philosophischen Inhaltes ist, und die noch nicht gelöste Frage, wie es sich bei den Anführungen des Joseph ha-Roeh oder Ha-Maor verhält, wann wir Josef ben Abraham ha-Kohen, wann Joseph b. Jakob Kerkeßani darunter zu verstehen haben, welche Werke dem einen, welche dem andern zuzuschreiben sind, welcher von beiden der ältere ist u s. w., erhält vielleicht in dieser kleinen Schrift einen neuen Beitrag zu ihrer Lösung. Jedenfalls hatte der verewigte Pinsker sie in seinen Lickule S. 192 ff. etwas zu rasch durchschnitten, wenn er dem Kerkeßani, den er um einige Geschlechter hinter den ha-Roeh gesetzt, alles Philosophische abspricht, eine Behauptung, der er selbst im Grunde widerspricht, wenn er ihm ein Werk עגלעוי ה!דת) אצרל אלדין) beilegt und die auch sonst auf Schwierigkeiten stößt. — Ein Zweites ist das Folgende: Bekanntlich verweist Aben Esra häufig auf eine von ihm verfaßte grammatische Schrift ס' ה!יםוד, die man, weil man schon früh eine solche unter diesem Titel nicht mehr kannte, nicht als besonderes