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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1866-01-01 · 3 (1866) · p. Seite 174

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
4 (1866)
Issue
3 (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 174 (sequence 14)
Language
German
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174 IV. Die heb. Handschriften in Paris. Averroes in Ferrara Siwan (Juni) 1448 abgeschrieben. (Catalogues des manuscrits Hdbreux et Samaritains de 1a bibliothäque Imperiale N. 933 p. 164). Es ist kaum zu bezweifeln, daß er derselbe mit unserm Benjamin ben Eliahu (ben Schabthai) ha-Rose ist, indem die Zeitangaben und andere Umstände vollkommen stimmen. Nur muß demnach die Annahme über die Medaille eine kleine Berichtigung erfahren, die sie aber gerade noch mehr in ihrer einfachen Bedeutung darstellt. Wenn für Benjamin bereits im I. 1448 Werke abgeschrieben wurden, er damals schon Arzt war, so kann er nicht später als gegen 1425 geboren sein, er war demnach im I. 1503 (oder selbst 1497, wenn wir die Jahreszahl der Medaille so erklären dürfen) bereits in hohem Alter, und es wäre gewagt anzunehmen, daß sein Vater Eliah damals noch gelebt habe. Die Eulogie יען״לו, welche nur auf einen Lebenden paßt, kann sich daher nicht auf Eliah, sondern muß sich auf Benjamin selbst beziehen; er ließ sich demnach selbst in dem genannten Jahre medailliren, wie Dies damals, wo die Medaillons etwa wie bei uns die Photographieen üblich waren — auch von Donna Graeia Nasi ist uns ein solches aufbewahrt (Longperier in revue numismatique 1858) —, sehr natürlich ist. Gerade, aber da Benjamin schon hoch an Jahren war, als die Medaille angefertigt wurde, waren seine Gedanken umsomehr auf die Unsterblichkeitshoffnung gerichtet, und er drückt in der Umschrift die Zuversicht aus, mit der er diesen Glauben umfaßte. 9. Juli. IV. Die hebräischen Handschriften der Pariser Kbliothek. Die jüdische Literatur enthält bekanntlich einen reichen Schatz von noch ungedruckten Werken auf allen Gebieten wissenschaftlicher Geistesthätigkeit. Der Werth derselben ist allerdings sehr verschieden, und bei einer ^unbefangenen Würdigung wird nur ein geringer Theil sorgsame Beachtung verdienen; auch von diesem haben die meisten Schriften mehr eine historische Bedeutung und dienen weniger zu unserer gegenwärtigen Belehrung. Aber von culturgeschichtlichem Gesichtspunkte erwecken sie ein sehr hohes In-

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