Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 4 (1866)
- Issue
- 3 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 173 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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I III. Der Arzt Benjamin ben Mahn Be6r. 173 thai Beer (Fonte), für den am Anfänge des fünfzehnten Jahr- Hunderts ein medicinisches Buch in Italien abgeschrieben worden. Inschrift und Medaille beziehen sich auf dessen Sohn Benjamin, den wir jedoch weiter nicht kennen. Die Umschrift drückt die Zuverficht aus, daß trotz der Vergänglichkeit alles Endlichen doch eine Spur bleibe, der unsterbliche Geist nicht vergehe. Die Demuth, welche das lateinische und griechische Wort bezeichnen, ist die Folge des Bewußtseins von der irdischen Vergänglichkeit. Die lateinische Umschrift lautet:?08t tenebras 8p6ro lueem, kelieitatis juclex äws u1timu8. D III M. Die erste Hälfte dieses Spruches ist der Vulgata Hiob 17, 12 entnommen, die zweite ein Wohl damals üblicher Spruch; das Ganze drückt wiederum die Hoffnung aus, daß auch nach den Finsternissen des Grabes das Licht aufgehen werde, die Entscheidung über das Glück des Lebens erst in dessen Ende liege. Die dem Spruche folgenden einzelnen Buchstaben sind Zahlen, die 1503 bedeuten (vielleicht auch 1497). So stellt sich denn heraus, daß die Medaille 1503 (oder 1497) geprägt worden auf Benjamin ben Eliahu Beör ben Schabthai, dessen Bildniß sie darstellt, der entweder selbst hier als Arzt bezeichnet wird oder als Sohn des Arztes Eliahu, von dem es feststeht, daß er diesem Berufe obgelegen. Die ausführlichen Verhandlungen über den Gegenstand findet man in der Zeitschrift der Deutschen morgenländischen Gesellschaft Bd. XII S. 680 ff. Bd. XIII S. 272 ff. und S. 492, über den Ausdruck רשום noch das. Bd. XIV S. 735 Anm. 1, den übrigens Samuel Thibbon selbst in dem wahrscheinlich nach der Uebersetzung des Moreh von ihm angefertigten דעות דגפלוסופים gebraucht (Steinschneider im Bodlej. Catalog p. 2485, im Leydener p. 65 Anm. 2 und p. 68. 70. 75). Wenn nun auch dieses Resultat von keiner geschichtlichen Erheblichkeit ist, blos den negativen Gewinn hat, eine Medaille, welche man auf das Seltsamste mit wichtigen historischen Ereignissen in Verbindung gesetzt hat, auf das bescheidene Maß der Abbildung einer durchaus unbekannten Persönlichkeit zurückzuführen und in der Umschrift den Ausdruck der persönlichen Hoffnung von der Unsterblichkeit erkennen zu lassen: so mag es dennoch gestattet sein, eine neue Thatsache zur Bestätigung des gewonnenen Resultates und eine kleine Berichtigung zu demselben anzuführen. Der Arzt Benjamin ben Eliah ist nun selbst aufgefunden; für ihn nämlich wurden vier ins Hebräische übersetzte Commentare des