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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1864-01-01 · 4 · p. Seite 279

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
3 (1864-1865)
Issue
4
Date
1864-01-01
Page
Seite 279 (sequence 29)
Language
German
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IIL Alabarchen. 279 seinem Ansehen beigetragen haben; er war von priesterlichcm Geschlechte, weit der Bruder seines Vaters, Philo, cs war. Von letzterem bezeugen dies Eusebius (hist. 6661. II., 4) und Hieronymus׳ (eatal. seript.) ausdrücklich, aber ohne dieß wäre das durch Philo's eigene Angabe, daß er einmal zum Heiligthumc (nach Jerusalem) geschickt wurde, um dort Gebete und Opfer zu verrichten, hinlänglich gesichert; Philo de providentia aus Euseb. praep. ev. an geführt in Philo ed. Mangey II, 617 xaty ov %qovqv elg t6 narQcpov t€Q0v iarsXAG^iriv evt-oiisvog zs xal 'd'vöoov; de prov. ed. Aneher II, 6. 107 Eni ego ibi (seil, in Asealone) tempore, quo in patriae templum mittebar ad orationem hostiasque offerendas. Die Fam il i e n - A n g eh ö ri g en Aterander's hatten, was ebenfalls für das Ansehen derselben zeigt. Gemeindeämtcr inne; sein Schwäher und Oheim Lysimachus sagt, er sei von den Geschäften seiner Verwandten, der einzelnen Bürger- Kassen und der Gemeinde im Ganzen sehr in Anspruch genommen. Philo de anim. 6. 4 non es enim n es eins, quod eognatorum et 6188sinm eivitatisque me eireumduxerunt examina negotiorum in ipsa. mea habitatione. Was auf Alexander's ehrenvolle Stellung hinweist, ist endlich der Umstand, daß seine beiden Söhne zu Rangstufen gelangten, die gewöhnlich nur für Männer von Adel offen stehen. Tiberius, wahrscheinlich der ältere, wurde nach Cäspius Fadus' Abgänge (47) Landpfleger von Judäa, in welcher Eigenschaft er sich freilich dem Judenthume entfremdete (408. ant. 20, 5, 2); der andere, Marcus, heirathete die Tochter Agrippa's I., Berenike und starb bald darnach (ib. 19, 5, 1). Außer seinem Nachfolger Demetrius, der — uicht sein Sohn, weil das die Quelle dann angegeben hätte — sich mit der Schwester des Königs Agrippa II., Mariamne, vermählte, dessen Amtsverwaltung also etwa in das Jahr 49 fällt, ist uns sonst über keinen Alabarchen mehr etwas berichtet worden. Demetrius selbst zählte durch Neichthum und Abstammung zu den Vornehmsten seiner Glaubensgenossen (408. ant. 20, 5, 3), war also wahrscheinlich auch von priesterlichcm Geblüte. Sehen wir uns jetzt, nachdem wir die fragmentarische Geschichte der Alabarchen gesichtet haben, nach der Bedeutung dieser Würde, nach den mit ihr verbundenen Pflichten und Rechten um, die uns theils aus dem Bisherigen, theils aus dem Gebrauche des Wertes alaßaQx^g und endlich aus seiner Etymologie klar werden soll. Aus dem ersteren läßt sich schließen, daß der Alabarch reich und

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