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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1864-01-01 · 4 · p. Seite 278

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
3 (1864-1865)
Issue
4
Date
1864-01-01
Page
Seite 278 (sequence 28)
Language
German
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.278 III.. Alabarchen. Adoptivsohn und daraus erklärt es sich, daß Josephus aat. 19, 5, 1 i^w 3AXs^avdqog Avaltiayog nennt?) Die Worte des Lysimachus 9v0060Iu8 6111111 68t 96 80661׳ (d6 911101. 6. 2)*) **) dürften daher gerade auf ein umgekehrtes verwandtschaftliches Vcrhältniß Hinweisen, und es wäre bei der unabweislichen Voraussetzung, daß der armenische Ucbersetzcr sich eines qui pro quo schuldig gemacht hat, der Alabarch Alexander ein Neffe Philo's und Schwieger- und Adoptivsohn des Lysimachus, nicht aber Philo's Bruder gewesen, wie Josephus (911t. 18, 8, 1) sagt. Alexander war reich und stammte von einer angesehenen Familie, wie. im Verlaufe unserer Erörterung sich ergeben wird, von einem Priestergcschlcchte, her, Jos. 911t. 20, 5, 2 3AXs^ccvSqov neug %ov xal aXaßaQyJjdavTocivAXs^avSqsia y sv si xal nXovTcpnQcoxsvaavxog xwv ixsT xa&’ avxöv. Philo de 911101. 6. 8 00bilem nobilibusque na tum. Entweder aus diesem seinem Neichthume, der ihn zum Vornehmsten unter seinen alexandrinischen Glaubensgenossen machte, oder aus seiner Stellung als Alabarch, die ihn über große Geldsummen verfügen ließ, erklärt es sich, daß der jüdische König Agrippa 1. von ihm 200000 Drachmen vorgestreckt haben wollte (J08. 911t. 18, 6, 3). Er nahm überhaupt eine sehr geachtete Stellung ein, war mit dem nachmaligen Kaiser Claudius befreundet und Güterverwalter seiner Mutter Antonia, so daß dieser nach seinem Regierungsantritte nicht nur ihn von den Fesseln befreite, in die ihn Caligula wahrscheinlich wegen Widersetzlichkeit gegen das Gebot, ' das Kaiscrbild in den jüdischen Gotteshäusern aufzustellen, gelegt hatte, sondern es wahrscheinlich auch nur dem Einflusse des Alabarchen Alexander zuzuschreiben ist, daß Kaiser Claudius die alexandrinischen Juden gegen ihre Widersacher in Schutz nahm und sie wieder in ihre ehemaligen Rechte einsetzte (1b. 2). Neben seinem Neichthume mag aber auch seine Abstammung viel zu *) Die Stelle lautet: Ivei ds v.al ’AlJt-avSgov Av6i{1a%0v rov ulctßaQ- %r\v %. r. I. Herzfeld (Geschichte des Volkes Ist. III. S. 526) emendirt nach Jost's Vorgänge Av6L{1a%0v in Av61{1u%0v, was aber nicht nothwendig ist, da Söhne zuweilen ihrem Namen den des Vaters beifügten; so heißt der Sohn des in Rede stehenden Alabarchen Alexander Tißsgtog ’Alsgavdgog (ant. 20, 5, 2). ׳**) Das trium illorum (ib.) wiese sonach auf Lysimachuö als Vater- Stellvertreter, Oheim und Schwäher hin.

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