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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1864-01-01 · 4 · p. Seite 274

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
3 (1864-1865)
Issue
4
Date
1864-01-01
Page
Seite 274 (sequence 24)
Language
German
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274 II. Die Sternbilder im Hiob. eben so Columella*) den Frühaufgang der Plejaden auf 6 Idu8 Maii oder den 10. Mai. Setzt man nun . mit Cäsar den Frühlingsansang auf den 25. Mär; und auf denselben Zeitpunkt den ersten Tag des Monats Nisan, so trifft mithin der 17. Jjar aus den 10. Mai, so daß wirklich an diesem Tage, nach Cäsar's Angabe, die Plejaden in der Frühe aufgehen. Ferner findet nach Plinius** ***)) der Frühnntergang der Plejaden terlio Icku6 Nov., also den 11. Novembcr statt. Columella*^*) hat statt dessen VI. 16. I>l0v., also den 8. November. Setzt man nun mit Cäsar den Anfang des Herbstes und diesem entsprechend den ersten Tag des Monats Thischri aus den 24. September, so trifft der 17. des Monats Marcheschwan auf den 9. November. Wenn man daher in den Worten des N. Elieser statt ״in der Frühe aufgebt" vielmehr ״in der Frühe untergeht" setzt, so sieht man, daß seine Bestimmung zwischen die des Columella und des Plinius fällt. 4 Cs ist nun allerdings nicht wahr-, schcinlich, daß diese Bestimmung ein Produkt der unmittelbaren Beobachtung war, es ist vielmehr wahrscheinlicher, daß sie aus den vorhandenen Angaben so abgeleitet worden ist, daß der Frühuntergang der Plejaden mit dem 17. des Monats Marcheschwan znsammcntrifft. Allein bemcrkenswcrth bleibt es immer, daß diese Bestimmung wirklich genauer als die der römischen Schriftsteller ist. Denn die Rechnung zeigt, daß in der That zu Cäsar's Zeiten der Früh- Untergang der Plejaden in Nom am 9. November statthatte.-ff) Im Tractat Beraclioth ist die Sage an der angeführten Stelle weiter ausgeschmückt, indem es dort heißt, Gott habe, als er die Sündfluth bringen wollte, zwei Sterne aus den Plejaden — כימה — genommen, und als er die Sündfluth wieder stopfen wollte, habe er zwei Sterne aus עיש genommen. Daß עיש hier die Hyaden bedeuten soll, scheint mir keinem Zweifel unterworfen. Den Ursprung dieser Sage finde ich in dem Umstande, daß sich im Alterthume sowohl in Beziehung auf die Zahl der Plejaden *) De re rust. II, 2. **) Nat. hist. 18, 60. ***) De re rust. 11, 2. t) Daß dies zur Zeit der Sündfluth ganz anders war und sich auch nach der geograpischen Lage des Beobachtungsortes ändert, scheinen R. Jehoschua und R. Elieser nicht gewußt zu haben.

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