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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1864-01-01 · 4 · p. Seite 267

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
3 (1864-1865)
Issue
4
Date
1864-01-01
Page
Seite 267 (sequence 17)
Language
German
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267 II. Die Sternbilder im Hiob. uaxatra (Moudstation) und besteht eben aus den Hyaden, also die Hyaden sind es, welche in dieser alten Mythe als Tochter der Sonne und als Lieblingsfrau des Mondes erscheinen. Hiermit stimmt nun in überraschender Weise eine bildliche Darstellung überein, die auf einer sehr großen Menge assyrischer (babylonischer) Bildwerke zu sehen ist und deren Sinn man bis jetzt nicht enträthsell hat. Ehe ich jedoch hierauf eingehe, muß ich zuerst eine Bemerknng über die Anzahl der Sterne, welche die Hyaden bilden, voransschicken. Wenn wir jetzt gewohnt sind, fünf Sterne zu den Hyaden zu zählen, so kommt diese Zahl allerdings auch im Alterthum vor* **) ***)), andererseits kommt auch die Zahl sieben vor. So sagt Didymus vdd8g 01 stu tcov xeodxoov xavqov tmä daxsQsg, auch der Elegiker Hippias und Pherecydes erwähnen 7 Hyaden") und anch bei Ovid kommt diese Zahl vor.*") Der Grund dieser Verschiedenheit erhellt aus einer Stelle bei Hygin,ff-) wo cs heißt: quae septem stellae Hyades nuncupantur. Etsi nonnulli qua8 duas diximus novissimas stellas negaverint esse, ut omnino Hyades essent quinque. Man sieht also, der Streit dreht sich darum, ob man die zwei Sterne an den beiden Hörnerspitzen des Stiers noch mit zu den Hyaden zählt oder nicht. Nun haben bekanntlich die Hyaden eine eigenthümliche Gestalt, die so auffallend ist, daß man sie sofort daran erkennen kann. Zählt man, wie wir es thun, nur fünf Sterne dazu, so bestehen diese — wenigstens wie einem gewöhnlichen unbewaffneten Auge erscheint, denn im Fernrohr zeigt sich die Sache anders — aus dem Sterne erster Größe Aldebaran, und vier Sternen dritter Größe, welche zusammen die Gestalt eines lateinischen V bilden.ff-jZ Ein Stern steht an der Spitze des Winkels und die vier andern stehen paarweisi ans den beiden Schenkeln, so daß das zweite Paar weiter auseinander tritt als das erste. Aber auch wenn *) Jdeler a. a. O. p. 140. **) Man vergl. Voß zu Aratus V. 166. ***) Fast. V, 165. *}־) Astron. Poet. III, 20. ++) Bekanntlich haben die griechischen Grammatiker sogar den Namen vag davon abgeleitet, daß dieses Sternbild die Form eines Apstlon hat, dessen ältere Gestalt nämlich mit der des lateinischen V übereinstimmte. Man vergl. Buttmann über die Entstehung der Sternbilder p. 20. Vierteljahresschrift. III. 4. 19

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