Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 3 (1864-1865)
- Issue
- 4
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 258 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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258 II. Die Sternbilder im Hiob. schon schärfer feststellen. Man warte nicht zögernd ab, um zu sehen, welche Richtung der Verein einschlägt, man trete alsbald bei, um mitthätig ihm die Richtung zu geben, man frage sich nicht, was er leisten werde, man veranlasse ihn zu den rechten Leistungen, man lasse sich nicht Resultate octroyiren, man arbeite an denselben mit. Das ist die Aufgabe eines Jeden, der noch Sinn für religiöses Leben, Achtung für das Judenthum, Zuversicht aus seine lebendige Kraft hat. Die heilsamen Folgen werden sich dann bald Herausstellen. Es gilt an's Werk zu schreiten! 14. November 1865. Geiger. IT. Die Sternbilder in Hiob Lp. 38, V. 31 und 32. Von Pros. Dr. M. A. Stern in Göttingen. Ueber die Bedeutung der Sterne oder Sternbilder, welche im Buche Hiob Kp. 38 V. 31 und 32 Vorkommen, sind die Ansichten der neuesten Erklärer der Bibel eben so verschieden, lvie die der ältesten. Ein neuer Versuch, lvie ich ihn hier mache, einiges Licht über diesen Gegenstand zu verbreiten, möchte daher nicht aller Berechtigung entbehren. Ich schicke zunächst folgende Bemerkungen voraits. In seiner Abhandlung über den Orion") hat schon K. O. Müller darauf aufmerksam gemacht, daß nur vier, ziemlich in eitler Linie und in der Nähe der Ekliptik stehende Stcrngruppen, nämlich der große Hund (Sirius), Orion, die Hyaden und Plejaden, der alten griechischeu Sagenpoesie größere Stoffe dargeboten haben, während die Sternbilder, welche sich in dem viel größeren Raume zwischen Ekliptik und dem Nordpole bestndcn, erst sehr spät in der griechischen Poesie auftrcten. Der Grund dieser scheinbar sonderbaren Thatsache ist ein sehr einfacher. An das Erscheinen und Verschwinden der durch ihre ל Rhein. SDhtf. f. Philolog. Bd. 2.