Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 4 (1866)
- Issue
- 2 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 150 (sequence 70)
- Language
- German
- Belongs to
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…/2420973-2420983-2420985--1112-2422135- Visual Library
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150 Umschau. indem sich dort die Biographie von Carmoly befindet —, habe ich (S. 224 f.) diese Thatsache an's Licht gezogen, die Stelle aus Amatus in extenso mitgetheilt und auf ihre Bedeutung aufmerksam gemacht, dann später nochmals Gelegenheit gehabt, in der Ztschr. der D.-M.-G. (Bd. XIV S. 741 Anm.) darauf zurückzukommen. Ich lege wahrlich keinen Werth darauf, diese Notiz früher mitgetheilt zu haben; aber ich verlange auch von einem Späteren sie nicht pomphaft als seine Entdeckung auszuposaunen. Freilich habe ich das Mißgeschick, gleichfalls sehr stark zu den Mißliebigen zu gehören; jedoch darüber ist besser zu schweigen. Sie haben mich, l. Fr., auf einen schlüpfrigen Boden verlockt. Genug! Eine frische Kraft, ein selbstständiges Streben hat in unserer armen jüdischen Zeit für mich etwas so Anziehendes, daß ich alles Uebrige darüber vergesse und sie gern recht hervorheben möchte; um so schmerzlicher ist es mir, wenn sie es mir durch Flüchtigkeit und Unmanier unmöglich macht. Nun, noch gebe ich die Hoffnung auf Gr. nicht auf; ich denke, er werde mich künftig mehr befriedigen, und Sie sollen dann sehen, daß Sie mich zu keiner Aeußerung herauszufordern haben. Bis dahin wollen wir privatim unsere Ansichten darüber austauschen. Uus Briefen.. 1. Aus einem Schreiben des Hrn. Dr. Derenburg am 8. März. Ich freue mich sehr der Veranlassung, die mich aus dem jüd. Mittelalter in die ersten Jahrhunderte nach und die letzten vor Ehr. versetzte. Es mag Einer antiquarisches Interesse haben, auch in jenem zu wühlen; das sind reizende Bilder, die ein Alterthümler mit schwerem Gelde aufwiegt. Aber das eigentliche Interesse ist in jener Zeit, die so voll von Räthseln ist, welche vielleicht niemals gelöst werden können. Ich stehe mit Staunen vor den vier bis fünf Jahrhunderten, die seit Esra bis auf die Zerstörung des Tempels verflossen und die!mit einem tiefen Schleier verhängt sind. Die Nolle Babylons bleibt mir räthselhaft und beschäftigt