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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1866-01-01 · 2 (1866) · p. Seite 141

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
4 (1866)
Issue
2 (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 141 (sequence 61)
Language
German
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Umschau. 141!1 ■: Amschau. @ | I 1. Aus einem Briefwechsel. T. m. N. 23. April. . . . Lassen Sie mich nun noch, l. Fr., einige Worte über unsere jüdischen wissenschaftlichen Zeitschriften aussprechen! Sie werden es mir nicht verargen, wenn ich meine Verwunderung auch über Sie dabei nicht unterdrücke. Wenn ich von solchen Zeitschriften in der Mehrheit rede, so halte ich mich allerdings buchstäblich an die alte thalmudische Regel, die geringste Mehrheit bestehe aus zweien, und so habe ich natürlich keine andere Zeitschrift im Auge als die Frankel'sche und die Ihrige. Nicht über deren Standpunkt und Inhalt mag ich sprechen; als Freund der Literatur nehme ich Verschiedenartiges dankbar auf, ohne freilich mein selbstständiges Uriheil aufzugeben. Ist ein Frankel'sches Monatsheft manchmal leer, so tröste ich mich, ein folgendes werde mir Ersatz bringen, und müßte ich mir diesen Trost auch ein ganzes Jahr lang wiederholen. Erscheint Ihr Vierteljahresheft erst nach einem Jahre, so denke ich, der Mann wird sich bessern, und wie es scheint, nehmen Sie wirklich den Anlauf dazu. Daß die zwei Zeitschriften verschiedenartige Zielpunkte im Auge haben, freut mich; so werden die Gegenstände vielseitiger beleuchtet. Was mir nicht zusagt, lasse ich ungelesen, oder wenn ich es nicht schon der Ueberschrift angemerkt habe, so können Sie sicher sein, daß ich den andern Tag vergessen habe, was ich gelesen. Fragen Sie mich daher nicht über Hirschfeld's ״Offenbarungswunder"; ich bin ein Kind der Neuzeit, das sich lieber mit Naturforschung als mit Wundern abgiebt. Auch dürfen Sie mich morgen nicht mehr über die ״Sikyonischen" Münzen fragen, welche den thalmudischen N22V- Münzen entsprechen sollen; schon jetzt habe ich die angenehme Empfindung, daß diese ganze gelehrte Conjectur bereits in meinem Gehirne verdampft.*) Ob es mir auch bei Ihrer Zeitschrift so *) Ein Freund schreibt mir darüber: ״Was sagen Sie zu der ingeniösen Conjectur Fr.'s, N22O נדנדת טול sei eine Münze von Sikyon? Man denke sich Herrn Rab Ami als einen Münzsammler, der sich aus Liebhaberei ein Münzcabinet anlegen oder mit Antiquitäten handeln möchte. Da bringen Fenardeut in Paris oder Arnold aus Berlin ein archaisches Stück, 2000

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