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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1866-01-01 · 2 (1866) · p. Seite 134

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
4 (1866)
Issue
2 (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 134 (sequence 54)
Language
German
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134 HI. Aufeinanderfolge der Mischnah-Ordnungen. des Meisters, als vielmehr in dem eigenartigen Lehrobjecte uu), in welchem ja selbst R. Clieser irren konnte, der auf diesem Gebiete als die höchste Autorität anerkannt wird v). Entschieden ist kein durchgreifender Grund vorhanden, daß Taharoth bei der ursprünglichen Anordnung der Mlschnah nur als untergeordneter Theil behandelt wurde; und nehmen wir nächst der Analogie, welche sich oben hinsichtlich des praktischen Gebrauchs zwischen Taharoth und Seraim ergab, noch diejenige hinzu, welche zwischen diesen beiden Ordnungen bezüglich des Lehrvortrages thatsächlich bestand w): so rangiren zweifelsohne beide Ordnungen nebeneinander, und es kommt nur darauf an, zu entscheiden, welche von beiden der anderen vorangeht. Die nahe Verwandtschaft jedoch zwischen שהרות und קדשים läßt keinen Zweifel darüber, daß diese beiden Materien in engere Verbindung gebracht waren, und demnach טהרות vor זרעים vorausgangen sein muß. Diese Aufeinanderfolge von Seraim nach Taharoth ergiebt sich aber auch aus dem Gedankengang, welchen die Gemara überhaupt in der Frage der Anordnung einschlägt, nämlich aus den Analogieen, die zwischen dem Schlüsse des einen und dem Anfänge des andern Theils vor- Händen findx). So schließt Taharoth (Ukzin 3, Mischnah 11);חכרת דבש פלאינלתי בלטבלאות נלשום נ/שקד y), und in derselben Redeweise beginnt Seraim: 2בלאיבלתי קרדין את שבלע). im) Tossaphoth B. Wqia 59»: בשעה שעוסקים בנגעים ואהלות־ בהלכות חבלורות. v) Niddah 7b; 8a. w) B. Me;ia 114b: 8:בשיהא לא 22י (Raschi); ibiä. Tossaph: זעזר דנלש־יות אן£ של זרעים רטדזרות דזיר שגררות בפידם. x) Schwuoth 2b: בלכדי בלבלכות סליק; ferner Nasir 2a; Sotah 2a. y) Aehnlich lautet auch Mischnah 8, die vielleicht ursprünglich unmittelbar vor Nr. 11 voranging; vergl. Weiß in בלסרת התלבלוד, zu Sifra S. 99b. — Die letzte Mischnah ist weder in dem einzelnen סדר, noch in der einzelnen בלסכתא genau genommen zum stofflichen Lehrinhalt des Vorangegangenen zu zählen; sondern hat meist den Zweck, das Ganze agadisch abzuschließen. z) Lippmann Heller im תוים zu Ende von Ukzin findet eine Analogie zwischen der letzten Mischnah resp. dem letzten Worte (בשלום) von Taharoih und dem Anfang von Seraim, und begründet darauf den Turnus der Mischnahordnungen derart, daß dieser mit gleichen Beziehungen anhebt und endigt. Man kann jedoch nicht umhin, diese Gleichstellung für wenig zutreffend anzusehen und deshalb die darauf gegründete Beweisung in Zweifel zu ziehen.

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