Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 4 (1866)
- Issue
- 2 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 120 (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2420973-2420983-2420985--1082-2422105- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
120 II. Mechiltha und Sifre. Alles aufgemahnt, nicht etwa — wie es bei uns und auch in Jalkut heißt — ״ עי שרים ושרותdurch Fürsten und Fürstinnen" Thanchuma aber liest שדה ושדות und zwar beide Wörter mit Daleth, nicht mit Resch, Hr. W. weiß sich diese Lesart nicht zu erklären und verwirft sie. Allein es ist zu lesen שדה ושדות wie Koheleth 2, 8, also ״durch die Beischläferinnen", eine Lesart, die nur, weil mißverstanden, dann geändert wurde. — Ueber בנסים (Jithro c. 2 S. סט und Sifre Deut. § 304 S. 129 a) ist das Genügende in Zeitschr. der D.-M.-G. Bd. XVIII S. 654 f. gesagt; Hr. W. (Anm. p) vermuthet das Richtige. — Unklar ist mir in Sifre (Num. § 86 S. 23 b) das Wort הטלטין, wo es die gewöhnlichen Leute gegenüber den Vornehmen bedeutet; Jalkut ändert es willkürlich in הל אדם. Hingegen bewahrt derselbe die richtige Lesart בטוהל auf, wo bei uns in Sifre (Num. § 88 S. 24 a) unrichtig בטבול steht; ״er saß zum Stuhlgange" vgl. Urschrift S. 408 f. Unklar ist wiederum לשון טולקום (das. § 89 S. 24 b, vgl. Anm. 9). — In § 131 (S. 48 a vgl. Anm. 35) ist die Lesart הנוקלנים, die Zänker, die Krittler, die einzig richtige, vgl. Chaluz III S. 160. אנונא (Deut. § 1 64 b) ist natürlich annona, das Jalkut wieder mißverstanden (vgl. auch Anm. 19), 6 §) כןללה S. 66 b) ist mit Resch zu lesen und ist Kallirhoü. Die Stelle § 29 (S. 71b) führt zum Verständnisse einer vielfach mißhandelten Mischnah. Dort heißt es, Gott habe zu Moses gesagt: דוגמא אתה עושה לדיינים, denn sie werden sagen, da dem Moses ein hartes Wort nicht nachgesehen wurde, wie viel weniger uns; דוגמא bedeutet also hier nicht einfach Beispiel, sondern wie auch das Hebr. משל und Ttctgadeiyfia bei den 70 (vgl. Schleußner) ein warnendes Beispiel. Dies ist nun auch der Sinn in Edujoth 5, 6, man habe eine Sklavin, welche verdächtigen Umganges bezüchtigt war, wenn auch gesetzlich die Bestimmung auf sie keine Anwendung fand, zum warnenden Beispiel (דוגמא) das bittere Wasser trinken lassen. — Deut. §.37 (S. 76 b) heißt es mehrmals: vier Reiche מתההשות בליה, in Anm. 12 führt Hr. F. die abweichenden Lesarten des Jalkut, Raschi's und Tobia's in Lekach Tob an, sie sind alle unrichtig und ist zu lesen מתהתשות (mit Thaw statt Cheth), ein im jerusalemischen Dialekte nicht seltenes Wort (vgl. Aruch und Buxtorf), das aber aus Mißverständniß vielfach corrumpirt wurde (vgl. Jesaias Berliner und Lindermann z. W.), und ist es wie das syr.