Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 4 (1866)
- Issue
- 2 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 118 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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118 II. Mechiltha und fetfre. getrennten Behörden für alle drei Classen, und ist dieses in ׳Ozar nechmad IV, 102 ff. weiter begründet und in seinen wichtigen Folgerungen aufgezeigt, namentlich daraus das Gericht der 23 erklärt worden, indem das Sanhedrin in drei Theile zerlegt wurde. Hingewiesen war bereits auf Sifre Deut. 8 153 (S. 104 5), auf Thoßeftha Sanhedrin 6. 4, eine Stelle, die offenbar so auch in Sifre § 160 (S. 105 b) gestanden hat, die aber, weil sie mißverstanden worden, in unfern Ausgaben zurückgelassen wurde (vgl. Friedm. Anm. 6). Aber noch anderswo treten die. nach den drei Heiligkeitsstufen verschiedenen Behörden auf. In 4 Mos. 18, 5 sieht Sifre (§ 116 S. 36 b) die Aufforderung an das israelitische Bethdin, die Priester zum rechten Dienste anzuhalten, אזהרה לביד טל יטראל להזהיר את הבהנים; der Sammler des Jalkut mag Dies nicht verstanden haben und setzt טליטית für טל ישראל — also etwa eine dritte Warnung —, wo jedoch am Rande die richtige Lesart angegeben wird. Umgekehrt hat Jalkut — übereinstimmend mit dem F.'schen Mspt.— zu V. 30 bie richtige Lesart in Sifre (§ 122 S. 41 b) ausbewahrt, nämlich daß das Verbot an die levitische Behörde, לביד טל לוים, gerichtet sei, während unsere Ausgaben die Worte טל לזיר zurücklassen. — Daß Sifre Deut. § 97 (S. 94 a) und § 104 (S. 95 a) die Anweisung giebt, vor den Samaritanern diejenigen Dinge, in welchen sie strenger Verfahren, nicht als erlaubt zu behandeln, um ihnen nicht den Anspruch größerer Heiligkeit zukommen zu lassen, ist Chaluz VI S. 22 f. ausführlich belegt. — An zwei Stellen (Deut. § 109 S. 96 b, § 302 S. 128 b) hält es Sifre für nöthig nachzuweisen, daß das gänzliche Wegräumen heiliger Frucht im dritten Jahre am letzten Tage des Passah, nicht etwa des Hüttenfestes vollzogen werde; er fand es für nöthig, weil wiederum die Samaritaner die letztere Ansicht adoptirten, vgl. Zeitschr. der D.-M.-G. Bd. XVIII S. 596. Schon mehrfach find angebliche Verbesserungen nachgewiesen worden, welche die Späteren verschiedentlich in diesen Baraitha's anbrachten und dadurch Verstümmelungen und Verunstaltun gen des Textes erzeugten, für dessen Herstellung die neuen Herausgeber recht Tüchtiges geleistet haben. Während der Sammler des Jalkut unfern Ausgaben gegenüber die alten richtigen Lesarten aufbewahrt, hat er dennoch, wie schon oben gelegentlich an manchen Beispielen nachgewiesen worden, hie und