Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 4 (1866)
- Issue
- 2 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 103 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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II. Mechiltha und Sifre- 103 schrift S. 473), ebenso entgeht ihm, daß Sifre (H. 355 S. 148 3.) die richtige Lesung 26 ,33 כאל zu erklären sucht (vgl. Urschrift S. 298 und Ozar nechmad III S. 4). Daher sind es auch Mechiltha und Sifre, denen wir die schätzbaren Nachrichten verdanken über die von den 70 vorgenommenen Aend er ungen (Mech. P. Peßach 6. 14. S. יט, vgl. Sifre Deuteron. §. 148 S. 104 a), die zur Genüge Urschrift S. 439—47 erläutert sind, sowie über die״Thikkun Soferim" (Mech. P. Schirah 6. 6 S. 47 f., Sifre Num. §. 84 S. 22 b), deren volle Bedeutung Urschrift S. 309 ff. entwickelt ist. Auch hier sind die neuen Herausgeber ihrer Aufgabe nicht genügend nachgekommen. — In ihnen finden wir ferner so manche Erklärung, die, ohne eine andere Lesart nöthig zu machen, bei alten Uebersetzern wiedergefunden wird, aber später verlassen wurde. So (Mech. Par. Peßach 6. 6 S. n und 6. 11 S. 15) daß Jsmael, gegenüber von Akiba, :סן 2 Mos. 12, 22 mit Thürschwelle erklärt, übereinstimmend mit 70 (Urschrift S. 436); interessant ist, daß auch in der Stelle, welche Akiba als Stütze seiner Auffassung anführt, nämlich 1 Kön. 7, 50, die 70 ספרת gleichfalls mit nqo'&vqa wiedergeben, hingegen Aquila und Symmachus mit vögiai, der Streit zwischen der alten und der neuen Auffassung also auch dort sich erneut. So ferner (das. 6.16 S. כד), daß Joße der Galiläer das היו־ה aus 2 Mos. 13, 4 zum Ende von V. 3 nimmt wie Samarit. und Syrer (vgl. Urschrift 5. 184 f.), was Hr. W. richtig erkannt. Die Erklärung von 18 ,13) וחבלעןים) als fünfgereiht, welche wir in der Mechiltha (P. Beschallach Einl. S. כט, vgl. P. Peßach 6.12 S. 17) lesen, stimmt mit 70 und jerus. Tharg. I. überein, (Urschrift S. 463), worauf auch H. W. hinweist. — Auch zu 14, 20 stimmt die Mech. (das. 6. 4 S. 37) im Ganzen mit dem Samarit. und Symmachus überein, sowie auch mit den Thargumim, wenn sie erklärt, die Wolke habe den Aegyptern Finsterniß, den Israeliten aber Erleuchtung gebracht (vgl. diese Ztschr. Bd. I. S. 50). Wenn dieselbe an verschiedenen Stellen (P. Wajassa 6. 1 S. 54, 6. 7 S. 61 oben, P. Bachodesch 6. 9 S. כהה (עט nicht ״prüfen", sondern ״erheben" Abersetzt wissen will, so steht das mit der ganzen alten Anschauung im Zusammenhänge, die Urschrift S. 287 f. und in dieser Ztschr. Bd. I. S. 45 erörtert ist. Auch die Umdeutung der Worte: Gott mein Panier (17, 15) theilt die Mech. (P. Amalek 6. 2 S. הד) mit allen alten Uebersetzungen (vgl. Urschrift S. 474 f.).