Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 4 (1866)
- Issue
- 2 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 100 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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100 II. Mechiltha, und Sifre. סא* **)) offenbar in 4 Mos. 13, 29 noch ־nrirn gelesen gleich dem Samaritaner und den 70, wie oben S. 43 nachgewiesen ist; Hr. Weiß verkennt Dies. Sie (P. ba-Chodesch 6. 11. S. 87) wie Sifre (Numeri § 39 S. 12 a., vgl. Deuteronomium § 62 S. 81a.) las in 2 Mos. 20, 20 תזכיר, wie in Ztschr. der D.-M.-G. Bd. XIX. S. 603 ff. begründet ist; wenn Hr. Weiß gegen N. Krochmal, der mit feinem Blicke Dies bereits erkannt hatte, mit einem gewissen Ungestüm polemisirt, Hr. Friedmann den Gegenstand ganz mit Stillschweigen übergeht, so haben sie damit ihrer wissenschaftlichen Aufgabe nicht genügt. Sifre (Numeri §. 131 S. 48 a.) schmückt die Geschichte Simri's aus, er habe die Khosbi ergriffen und sie in die Mitte (באנלצע) des ganzen Israel hingestellt; als Beleg dafür wird angeführt der Vers 25, 6. Allein worauf hier gerade der Nachdruck gelegt wird, daß er sie ״in Mitten" Israels hingestellt, geht aus den Worten nicht hervor; es scheint, daß ihm noch die Lesart בקרב (st. ויקרב) vorgelegen habe, die anderweitig in Urschrift S. 396, und zwar als die wohl ursprüngliche, nachgewiesen ist. Die beiden Gemaren (jerus. Sanhedrin 6.10, 2 und babyl. 82 a.), welche diese Lesart nicht mehr kannten, ändern daher die Erzählung wirklich ab?'*) — *) Ich citirc der Kürze wegen nach den neuen Ausgaben. **) Weniger erwiesen ist, daß Sifre (Deuteron. §. 107 S. 104 a.) 5 Mos 14, 2 nach noch אלתיך gelesen habe, wie sich dieses Wort nicht blos beim Samaritaner und den 70, sondern auch im jerus. Tharg. findet. Da auf diesem Worte keine Deutung beruht, so hat man keine Bürgschaft dafür, daß nicht Nachlässigkeit von Abschreibern es in den Text der Baraitha gebracht hat, obgleich immerhin die Uebereinstimmnng mit den genannten Autoritäten es wahrscheinlich macht, daß auch Sisre diese Lesart Vorgelegen habe. Hr. F. hat daher sehr wohl daran gethan, das Wort nicht einzuklammern und (Anm. 4) auf jer. Th. zu verweisen. — Noch weiterer Untersuchung bedarf es, ob die Lesart *בניבלין anstatt אפרים Ps. 78, 67 dem Sisre (Deut. §. 352 S. 145 b.) und den von Hrn. F. Anm. 22 angesührten Parallelen Vorgelegen habe. Aus der Deutung, die sie sämmtlich daran knüpfen, scheint so hervorzugehen, und in unserm Texte des Sifre steht ausdrücklich so. Die Lesart ist sonst äußerlich nicht bezeugt, da keine alte Uebersetzung und kein Codex sie kennt, allein sie hat viel innere Wahrscheinlichkeit. Der Sänger geht die frühere Geschichte Israels durch mit dem ausgesprochen neu Zwecke, um auf die Bevorzugung des Stammes Juda, des davidischen Hauses und des Tempels zu Jerusalem zu kommen (A. E. zu V. 68: תזכיר תעובט עודרת נלנלכו דוד כי בעבורו עקר כל תבלזבלור). In diesem Sinne sagt er, daß Gott ehedem Israelis Stämme in die Zelte der