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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1866-01-01 · 1 (1866) · p. Seite 56

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
4 (1866)
Issue
1 (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 56 (sequence 57)
Language
German
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06 IV. Berührung der Bibel u. des Iudenth. späteren Orte (V. 150), wo er, sich weniger an das Bibelwort anschließend, in selbstständiger Darstellung ausspricht: vrj7ud%ovg dxaXovg fii) fidg'ipijg %uqI ßtcda. Hier aber bekundet die Wahl des Ausdrucks ank^axa seine Abhängigkeit von der Bibelstelle, indem cnkQtia von dem griech. Uebersetzer für זרע gesetzt wird, und so wird der ungewöhnliche Plural in diesem Sinne nicht auffallen. Hr. B. nämlich nimmt Gnagpaxa in der gewöhnlichen classischen Bedeutung: Sämereien und findet es seltsam, daß blos die Ent- Wendung dieser hervorgehoben und mit dem Fluche belegt wird. Er corrigirt deßhalb in xaqfiaxa und sieht darin die Warnung vor Verrückung der Gränze nach Deuter. 27, 17. Diese scharffinnige Emendation, die aber schon dadurch an Wahrscheinlichkeit verliert, daß sie die Entlehnungen aus einer und derselben Stelle ungehörig unterbricht, wird überflüssig, wenn wir uns eben erinnern, daß der Plural Gnagfiaxa im Sinne von ״Nachkommenschaft, Kinder," zwar nicht classisch, Wohl aber bei den Uebersetzern und theologischen Philosophen vorkommt. Schon in der Zeitschr. d. Deutsch, morgen!. Gesellsch. Bd. XII S. 307 ff. habe ich nachgewiesen, daß, entsprechend dem späthebräischen,זרעיות, Nachkommen, auch die jüdischen Griechen onkgfiaxa angewendet haben, wie Dies der Vers, des sogenannten 4. Buches der Makkabäer thut in den Worten (c. 17): xwv Aßga^iaiow GrteQficcxwv d7zoyovo1 naiSag 3lagaiftixai, und daß Paulus in seinem Briefe an die Galater (3, 16) diesen Sprachgebrauch nicht blos kennt, sondern ihn ausdrücklich verlangt, wenn von mehreren und nicht blos von einem Nachkommen die Rede ist. Ein schlagendes Beispiel ist ferner die Uebersetzung des Theodotion (in unserer Septuaginta) Dan. 11, 31. Er liest nämlich dort וזרעים für unser וזרעים und übersetzt xai GTiigiiaxa, womit natürlich nichts Anderes gemeint sein kann als: Nachkommen, Nachfolger. Der Gebrauch des Wortes für: Kinder darf uns demnach bei unserm Spruchdichter nicht auffallen. So fährt denn der Vers, fort, aus diesem Abschnitte wie aus Abschnitten des Exodus und Deuteronomiums die Pflichten der Gerechtigkeit und Milde zusammenzustellen immer nach ihrer allgemeinen Geltung, aber fast nirgends ohne biblisches Gepräge. Zu den Ermahnungen über das Familienleben angekommen, reiht der Spruchdichter auch ״(V. 177 —198) eine Auswahl der biblischen Bestimmungen über die geschlechtlichen Verhältnisse" an. ״Hinsichtsichtlich der Benutzung der Bibel — sagt Hr. B. (S. XXL) —

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