Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 4 (1866)
- Issue
- 1 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 42 (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
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42 II. Bibelkritilche Miscellen. בגבורדג gehe und berathe dich mit der Allmacht, ja Elasar aus Modain geht noch weiter und erklärt die Worte: er Lhat Alles was er sagte, nicht dahin, Moses habe nach dem Rathe Jithro's, sondern nach dem Gottes gethan כ' א' א' לו אלהים \ So fügt auch Sifre im Deuteronomium mehrfach hinzu: לא מעצמי אני אונלד אלא בלפי חגבררה. — Als Zusatz ist wohl auch der Befehl Gottes 4 Mos. 31, 30 zu betrachten, entnommen dem V. 47 mit Berücksichtigung der früheren Verse. Indem nämlich dort berechnet war, wie viel die Hälfte der nicht in den Krieg Gezogenen betragen an Schafen, Rindern, Eseln und Menschen, heißt es V. 47, Moses habe den fünfzigsten Theil davon, nämlich von Menschen und vom Viehe für die Leviten genommen. Unter dem Ausdrucke ״Vieh" wird hier zusammengefaßt, was früher einzeln aufgezählt war. Der Ergänzer, dem der Befehl Gottes dazu fehlte, schreibt nun den V. 47 in V. 30 fast wörtlich ab, aber er giebt die einzelnen Thiergattungen einzeln an — wie dies auch V. 28 geschieht —, fügt aber, so recht nach der Art, die den Samaritaner sonst und auch hier V. 28 (gleich wie 70} leitet, noch zum Schluffe hinzu: בלבל דבהבלד, damit ja gar Nichts fehle! 7. Samaritanische Lesarten in der Halachah. Schon vielfach ist von mir nachgewiesen worden, daß viele Lesarten, welche der samaritanische Text bietet und die von den 70 meistens wiedergegeben werden, nicht diesem allein angehören, sondern alte weitverbreitete Correcturen waren, die erst später wieder beseitigt wurden, daß wir daher auch nicht selten Spuren dieser Lesarten in verschiedenen Schriften der Halachah finden. Einige weitere Belege mögen hier folgen. In meiner Abhandlung über Symmachus habe ich (Bd. I. S. 50) auf dessen Uebersetzung von 2) ויואל Mos. 1, 21) mit wqxiös aufmerksam gemacht und nachgewiesen, daß dieselbe mit der Auffassung der Mechiltha übereinstimmt. Sie wird auch in Sifre zu 5 Mos. 1, 5 und 3, 24 als allgemein angenommen vorausgesetzt. Auch die Vulgata giebt sie wieder, jedoch nicht so, daß Jithro den Moses beschworen, sondern daß Moses dem Jithro zugeschworen, bei ihm zu wohnen: lluravit ergo Moyses quod habitaret cum eo, und sie beweist damit, daß sie einen anderen Vorgänger als Symmachus hatte, der das Wort in dem Sinne von ״schwören" — nicht: beschwören, sondern: