Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 4 (1866)
- Issue
- 1 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2420973-2420983-2420984--1002-2422024- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
5. Wiederholungen. 41 Auch 2 Mos. 18, 25. 26 scheint mir Redactionszusatz und nur weitere Ausführung des vorangegangenen ״und er that Alles was er ihm gesagt" zu sein. Der Ausdruck ריתן אתם ראשים entspricht dem Berichte im Deuter. 1, 15, den der Samaritaner noch vollständiger hier aufnimmt; V. 26 ist ein steifer Abdruck von V. 22, der dennoch den in diesem Sinne seltenen Ausdruck!קשד aus Deut. 1, 17, wo er deutlicher ist, für גדול — das der Sam. auch hier setzt — aufnimmt. 6. Gottes Befehl. In dem zuletzt besprochenen Stücke scheint mir auch noch ein anderer kleiner Zusatz gemacht worden zu sein, der einer gleichfalls schon oben hervorgehobenen Rücksicht seine Entstehung verdankt, nämlich dem Streben, das Mißverständniß zu beseitigen, als hätte Moses etwas aus sich ohne Gottes Befehl gethan. Wenn nun hier Jithro die Wahl von Unterrichtern empstehlt und Moses seinen Rath befolgt, so übergeht schon der Deuteronomiker ganzlich Jithro und läßt es Moses aus eigner Einsicht thun. Ihm war Wohl die starke Hervorhebung des fremden Jithro, aber nicht die aus eignem Antriebe erfolgte That des Moses anstößig. Ja er läßt im Gegentheile die Aussendung der Kundschafter nicht wie in 4 Mos. 13 von Gott angeregt werden, sondern von dem Volke ausgehen (1, 22") und dann die Billigung von Moses erlangen. Ihm schien dieses Verlangen nicht eine gerechte Vorsicht, sondern ein tadelnswerthes Mißtrauen gegen Gottes Führung zu sein, wie sich Dies auch später zeigte, und Simon führt die Ansicht in Sifre z. St. Wohl ganz entsprechend aus, wenn er sagt: עלובים בבי אדם שכך בקשר לתם בלדגלים, wie denn dort auch die Billigung des Moses sehr scharf von der Gottes geschieden wird ״und es war gut in meinen Augen die Sache" ולא בעיני ד!ק׳בה. Anders der spätere Ordner; für ihn unternahm Moses sicherlich Nichts, was ihm nicht von Gott aufgetragen worden, so konnte denn auch der Rath Jitbro's nicht ohne Weiteres von ihm befolgt werden. Er macht deßhalb in Jithro's Worte selbst einen Zusatz, der den Befehl Gottes voraussetzt. V. 23 lautete ursprünglich: ״Wenn du dieses thust, dann kannst du bestehen," der Ergänzer aber setzt dafür: Wenn du dieses thust und Gott es dir befiehlt, ונברך אלתים , und sehr. Wohl in den Sinn eindringend sagt hier und bereits zu den Worten ויתי אלתים עבלך (V. 19.) die Mechiltha: נא ותנללך&,