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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1866-01-01 · 1 (1866) · p. Seite 37

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
4 (1866)
Issue
1 (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 37 (sequence 38)
Language
German
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3. ThalmudischeS. 37 dann die MitLheilung folgt, Elieser verweise zur Begründung seiner Ansicht auf den von dem Gesetze gebrauchten Ausdruck:!ככה! יעטוד, also geschehe; daraus folge. Alles was eine That sei (also Ausziehen des Schuhes, aber auch Spucken) sei nothwendig (nicht aber was keine That wie das Aussprechen der Frau, daß der Mann die Leviratsehe verweigere, כל דבר שהוא מעשזר מעכב). Dem entgegnet nun Akiba: (willst Du) von dort einen Beweis (bringen? Dort heißt es:) also geschehe dem Manne, also nur was eine That an dem Manne ist (darf nicht unterlassen werden wie das Ausziehen des Schuhes, wohl aber das Ausspucken vor ihm, das, wenn es auch eine That ist, doch nicht an ihm geschieht, משם ראיה ,ככה יעשה לאיש כל דבר שהוא מעשה באיש). Auf diese Discussion nun nimmt Sifre, so schließt Hr. Schm., Bezug. Nachdem nämlich gesagt worden, nicht ein Anspucken des Mannes, sondern ein Ausspucken vor ihm werde verlangt, so schließt sich daran, daß deßhalb auch Akiba be- Haupte, auch dieses sei nicht unentbehrlich, weil es eben nicht eine That sei, die an der Person des Mannes vorgenommen werde, während das, wenn es ein Anspucken wäre, Wohl eine solche sein würde und dann auch nicht fehlen dürfte. Man sieht, Hr. Schm, will nicht umsonst im Beth He-Midrasch gelernt haben; er will gleichfalls sein ״Peschätl" sagen wie es in guter alter Zeit Brauch gewesen. Wenn wir ihm auch diese Harmlose Freude gern gönnen, so müssen wir doch, wo es sich um die Bestreitung der Berechtigung der Kritik handelt, etwas genauer zusehen. Zuvörderst muß es befremden, daß Hr. Schm, seine Gelehrsamkeit aus der Mischnah herholt, warum bleibt er nicht bei Sifre stehen? Dort folgt ja kurz auf die angegebene Stelle gleichfalls diese exegetische Discussion zwischen Elieser und Akiba? Allein gerade daß es na ch h er im Sifre steht, zerstört nun den ganzen dialektischen Bau; denn nun kann derselbe unmöglich in der Voraussetzung davon schon früher ein מכאן אמרר sagen, eine Folgerung ziehen. Stände es gar nicht in ihm, so könnte eine solche Erklärung, wenn auch nur als eine blendende, angenommen werden, die stillschweigende Beziehung auf eine bekannte Mischnah würde vorausgesetzt, so dürfte man nach Pilpulart argumentiren; da es aber nicht stillschweigende Voraussetzung ist, sondern später folgt, so kann unmöglich frü h er schon eine Folgerung daraus gezogen werden, und selbst der Pilpul muß sich einer solchen Erklärung enthalten. Aber, im Ganzen welch ein naiver Standpunkt, auf dem Hr. Schm.

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