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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1866-01-01 · 1 (1866) · p. Seite 28

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
4 (1866)
Issue
1 (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 28 (sequence 29)
Language
German
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28 II. Bibelkritische Miscelleu. (1 Mos. 42, 22. 2 Mos. 7, 8. 31, 12. 4 Mos. 26, 1. 27, 6.) אבלל in דבד verwandelt, der Syrer durchgehends א2לל^> Zurückläßt — was er freilich auch an andern Orten nicht immer wiedergiebt. Wichtiger jedoch ist, daß eine gute Anzahl dieser Stellen Wieder- Holungen sind, die, wie schon a. a. O. S. 133 angedeutet worden und wie sich mir durch weitere Untersuchung als sehr wahrscheinlich bestätigt hat, großen Bedenken unterliegen. Der Schriftsteller hat sich ursprünglich begnügt, eine Erzählung, einen Befehl einmal anzugeben, ohne jene vollständig zu wiederholen, wo auf sie hingewiesen wird, diesen in aller Umständlichkeit nochmals wiederzugeben, wenn er Anderen wieder mitgetheilt oder seine Ausführung berichtet wird. Erst eine spätere Redaction glaubte da Lücken Zu finden und eine nochmalige Wiederholung anbringen zu müssen, in die, wenn sie sich auch eng an die erste Darstellung anschließt, doch unwillkürlich Ausdrücke aus ihrer Zeit sich eingeschlichen haben. Das bestätigt alsbald die erste Stelle, 1 Mos. 31, 29. Vorher (V. 23) war erzählt worden, Gott habe den Laban im nächtlichen Traume gewarnt, mit Jakob ein böses Wort zu reden. So ganz genau befolgt Laban diese Warnung nun nicht, ja gerade in unserm Verse droht er mit den Worten: Wohl hätte ich die Macht euch Böses zu thun, aber der Gott eures Vaters sprach zu mir in gestriger Nacht: Hüte Dich, daß Du nicht mit Jakob redest von Gutem bis Bösem. Man muß gestehen, der als listig verrufene Laban benimmt sich recht ungeschickt; was soll die Drohung, wenn er selbst mittheilt, sie nicht ausführen zu dürfen? Der ganze Vers kann, ohne den Zusammenhang zu stören, ausfallen, ja im Gegentheile er ist nun erst störend, er ist eben eine Ausfüllung, die eine spätere Redaktion vornahm, welche nichts Vorhergegangenes fehlen lassen wollte, wo es nochmals Vorkommen konnte. Sie mochte auch dazu eine besondere Veranlassung in dem Umstande finden, daß, nachdem Laban sich über die Entwendung seines Götzen beklagt und ihn vergeblich ausgesucht, Jakob die Gegenanklage gegen Laban ausspricht und mit den Worten schließt (V. 42): Meine Mühsal und das Mühen meiner Hände sah Gott ריופה אבלם. Diese Worte bedeuten nichts Anderes als: und er entschied sichtbar, nahm sich meiner nachdrücklich art.*) Der Ueberarbeiter aber faßte diese Worte in der seiner Zeit geläufigeren *) Vgl. über אבלכג Urschrift S. 88. f. Anm.

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