Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 3 (1864-1865)
- Issue
- 3
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 240 (sequence 78)
- Language
- German
- Belongs to
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240 Umschau. : Hr. N. freilich will ihn mit dem karäisch.en Lexikographen David: bcn Abraham Alfasi identificiren, den Pinsker und er selbst in die Literatur eingeführt haben (vgl. oben Bd. I. S. 297 ff.), und nimmt an, es sei etwa das ״ben" vor Abraham ausgefallen, so daß unser Babylonier auch ״(David) bcn Abraham" genannt werde. Auf diese Conjectur und auf die einzelnen Uebereinstimmungen hin, welche sich zwischen unserm Büchlein und den Erklärungen Davids b. Abraham im Wörterbuche Nachweisen laffen, die Identität zu behaupten, scheint mir doch sehr gewagt zu sein. Nicht blos der Anfang unsers Büchleins, sondern auch A. E. und Tham nennen unfern Verfasser durchgehends Abraham und nicht David bcn A., ferner ist unser Vers, sicher kein Karäer, er führt Sprüche des Thalmuds an mit אמלל 12 .@) חכמים Z. 1), was alte Karäer nicht thun, und wirklich bestreitet gerade, wie Hr. N. in Anm. 1 selbst nlitthcilt, David b. A. die von Abr. hier herbeigezogene Analogie mit der Sprache der Mischnah. Ueberhallpt wenden Karäer die Vergleichung mit der Sprache der.Mischnah nicht so häufig an, wenn sie. dieselbe auch nicht ganz unterlassen, schon weil sie mit dem Werke weniger vertraut waren; unser Verf. thut es außer an dieser Stelle noch S. 19 A. 3 und Z. 14. Dann wird Abraham constant als Babylonier, David ebenso constant als aus Fas bezeichnet; ist das Alles gleichgültig? Die Uebereinstimmungen aber betreffen lediglich Annahmen, die in dem damaligen allgemeinen exegetischen und grammatischen Standpunkte begründet sind, ohne eine Eigenthümlichkeit zu enthalten, sie sind demnach unwesentlich. Hingegen finden sich andererseits sehr entschiedene Abweichungen zwischen beiden Werken, wie Hr. N. selbst darauf aufmerksam macht und wie auch eben bereits auf eine solche hingcwiesen worden. Ich mache auf noch eine Stelle aufmerksam, wo sie, zwar innerhalb derselben traditionellen Auffassung, dennoch bedeutend auseinander gehen. Bereits das Thargum, und dem entsprechend die Gemara Erubin 19a nnd der Midrasch zu den Psalmen, erklärt *02,*עמק ו Ps. 84, 7 als die Unterwelt, indem sie cs als ״Vcrtiefung des Weinens" auffassen, da die Sünder, dort ihre Strafe empfangend, die Stätte zum Thränenthale machen, die Thränew wie ein Strom dahinfließen. So faßt es auch D. b. A. auf in der S. 13 Anm. 1 mitgetheilten Stelle (Z. 6 v. u. l. ישיתלהל st. ישראל); er führt für solche Benennung noch andere Beispiele an. Anders Abraham. Er meint, חבכא sei zu erklären wie ,ר,כרכר, Thal des Segens, wie cs sich für die Frommen gestalte, während freilich der