Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 3 (1864-1865)
- Issue
- 3
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 238 (sequence 76)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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238 Umschau. saer Sammlung befindet sich nunmehr daselbst — von so außer- . ordentlichem Werthe, die aus einer sorgsamen Bearbeitung derselben zu erwartenden neuen Resultate übersteigen so sehr alle Ahnungen, daß es wahrhaft ein Hohn auf unsere des wissenschaftlichen Eifers sich rühmende Zeit wäre, solche Schätze nun, da sie erkannt sind, in einer großen Residenz, in einer öffentlichen Bibliothek aufbewahrt werden, nicht vollkommen zu verwerthen und zum Gemeingute zu machen. Eine Regierung, die so hochherzig und freigebig ist, um so große Summen für den Ankauf von Handschriften zu bewilligen, erkennt sicher auch die Verpflichtung, dafür zu sorgen, daß dieselben nicht als todtes Material nun vergraben, sondern daß sie zur Förderung unserer Erkenntniß verwendet werden; sie selbst muß die volle Ausbeute derselben veranlassen, und wenn man für die Ausstattung anderer Werke großartig gesorgt hat, so wird man es auch an dem Aufträge zur Bearbeitung dieser kostbaren alten Ueberreste hoffentlich nicht fehlen lassen. Umschau. 1. Alte jüdische Grammatiker und Lexikographen III. Als Anhang zu seiner größeren Abhandlung gicbt Hr. Neubau er (Journal asiatique 1863 S. 195—216) eine kleinere, von der mir gleichfalls ein Abzug vorlicgt: Abraham lia-Babli, appendice a la notice sur 1a lexicographie Hebraique (24 S.). Abra- Ham der Babylonier kann nicht später als im 11. Jahrhundert geschrieben haben, da ihn Abcn Esra und Jakob Tham im 12. Jahrhundert bereits anführen; sonst ist er Niemandem bekannt geworden. Daß Spätere ihn nicht benützen, darf nicht auffallen, da sein sprachlicher Standpunkt ein durchaus veralteter war. Die Anführung A. E'.s blieb unbekannt, da dieser ihn, soviel man weiß, blos einmal Ln einer früheren Recension seines Pentateuch-Commrntars zu 1. Mos. 1, 14 nach dem Manuskripte, der Bodlejana nennt, was sich sogar in der