Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 3 (1864-1865)
- Issue
- 3
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 237 (sequence 75)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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AÜS Briefen. 237 Die Samaritanica sind noch unzugänglich, bis die Firk. zurückkehren werden, und werden es auch vielleicht dann noch sein . . . Vom 8. April. . . . Ihre Bemerkungen über die Grabschriften habe ich gelesen. In einer Abhandlung von Bosqnanet im Journal of the R. A. Soc. 1864 wird aus assyrischen Denkmalen und andern Berechnungen nachzuweisen gesucht, daß die Wegführung der zehn Stämme 696 stattgefunden habe, genau das Datum der Grabsteine und Epigraphen. — Die Eulogieen an und für sich haben gar nichts Auffallendes; die jüdische Pietät ist sehr alt. Die Formel kommt, nach Zuuz, nur bei Hadasfl vor, der in Matarcha gelebt hat (Epigr. Nr. 98, cf. Pinn er p. 35 Nr. 9). Wir kennen übrigens den Bildungszustand der krimischen Juden und die Einflüsse, denen sie unterworfen waren, zu wenig, als daß man a priori sagen könnte. Dies oder Jenes sei bei ihnen möglich oder unmöglich. In den Inschriften kommen einige Buchstaben eigenthümlicher Art vor, wie man sie erst in den letzten drei Jahren in ganz andern Gegenden wiedcrgefunden hat (cf. Vogue in Rev. Arch. Mars et Avril 1864 und Renan, Journ. As. Decembre 1864) . . . Auch vor einigen Wochen erhielt Dorn den Abdruck einer Arsaciden-Münze von einem Chosroes, Zeitgenossen des Trajan, mit der Legende רזסרודי, und die Schrift ist fast ganz die hebräische Duadratschrift, namentlich sehen einige Buchstaben ganz so aus wie auf den Grabsteinen. Man sieht auch daraus, daß die Ouadratschrift vorzugsweise in den ostaramäischen Ländern zu Hause war, von wo die krimischen Juden nachweisbar über den Kaukasus ihre Bildung erhalten haben. Die Beweise für die Aechtheit der Inschriften häufen sich, und wir werden uns genöthigt sehen, unsere Ansichten und Voraussetzungen in gewisser Beziehung nach den Inschriften zu modificiren. Der Druck meiner Abhandlung über dieselben . . . wird nach 8 bis 14 Tagen beginnen. Nachschrift des Herausgebers. Wie wir aus diesen und sonstigen Nachrichten erfahren, so sind die nunmehr in St. Petersburg befindlichen Bibelftagmente —auch die von Pinner beschriebene, von Pinsker vielfach benützte Ödes-