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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1864-01-01 · 3 · p. Seite 230

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
3 (1864-1865)
Issue
3
Date
1864-01-01
Page
Seite 230 (sequence 68)
Language
German
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IRI
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230 Aus Briefen. zwischen 7 und N schwankt, weiß ich, wie gesagt, noch nicht zu denten, doch werde ich mir einen Siegclabdrnck vom britischen Museum kommen lassen, da ich vermuthe, daß die Abschrift nicht treu ist. — Auch ein anderes Siegel (ein heidnisches), das ich phön. Stud. II. Nr. 14 veröffentlicht, lautet nach besserer Abschrift bei Rawl.: ONN jmrntf סרשנדת בר, gute Bekannte aus dem Esther-Büchlein: Siegel des Parschandat, Sohnes des Artadatan; es ist aus persischer Zeit. — Frankel hat, wie Sie ans dem Aprilheste seiner Monatsschrift (S. 143—155) ersehen, die Abhandlung Nenan's: ״Ueber die hebräischen Inschriften der Synagoge zu Kcfr-Bereim in Galiläa" aus dem Journal asiatique zum Theile übersetzt und mit einigen Anmerkungen begleitet. Fr.'s Lesung des ersten Wortes bedarf wohlkeiner Widerlegung, cs lautet sicher יהי oder יחן, hingegen habe auch ich den Schluß schon früher תבא ברכה במעיו gelesen sauf de mieux und die Schlußzeichen ש' ל, d. h. 'שבה ל nach seleucidischer Aera. Eben diese Aera sinde ich auf den Grabsteinen von Aden, deren einen ich photographisch besitze. sDie Inschrift, welche Renan mittheilt, lautet nach ihm: יחן שלום במקום הזה ובכל מקומות ישראל מסה הלוי בן לוי עשה השקוף הזה תבא ברכה במעיוש!• Das יתן gicbt offenbar keinen guten Sinn; Fr.'s VT*> was der abgekürzte Name Gottes sein sott, ist gar unsinnig: das einzig Nichtige ist ״ :יהיes sei Friede an diesem Orte und allen Orten Israel's! Joseh, der Levite, Sohn Levi's, fertigte diese Oberschwelle an." Auch die folgenden zwei Wörter sind klar, nur das letzte macht Schwierigkeit. R. faßt es als Abbreviatur auf, die er, nach Anleitung Derenburg's, so ergänzt: [במענשי] י[דיו] וש[לום, also: ״cs ko»,me Segen in die Werke seiner Hände! Und Friede" (d. h. vale!). Der Sinn wäre nicht übel; allein derartige willkürliche Abbreviaturen sind nicht zu gestatten. Die Lesung בכזעיו, die Fr. annimmt, ist geschmacklos: ״es komme Segen in seine Eingeweide!" Man lasse den ungelehrten Zimmermann, der sich hier verewigen wollte, doch keine sonst ungebräuchliche hebräische Phrase erfinden! Aus dem letzten Buchstaben und dem darauf folgenden keinen Buchstaben wiedergebenden Zeichen macht R. in Verbindung mit dem ihm überflüssigen vorhergehenden Buchstaben, wie wir gesehen, □ושלו; er betrachtet nämlich das letzte Zeichen als ein aus Mangel an Raum unvollendetes Lamed. Jedoch wenn der Raum ihn beengte, so hätte der Zimmermann wohl seine Schreibelust besiegt und das ganze Wort, das sehr überflüssig ist, zurückgelassem In der Annahme, daß das letzte Zeichen ein zu kurz

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