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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1864-01-01 · 3 · p. Seite 229

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
3 (1864-1865)
Issue
3
Date
1864-01-01
Page
Seite 229 (sequence 67)
Language
German
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229 Aus Briefen. an, daß er viele dergleichen Stucke, in Jerusalem gefunden, Alexander II. auch schwerlich irgendwie Gelegenheit gehabt habe, Münzen zu prägen. Die Sache bedarf noch genauerer Untersuchung. — Die Revue numismatique enthält eine Abhandlung de S.'s: Nouveiles observations sur la numismatique Judai'que, a propos du livre intitule; history of Jewish coinage^ de M. Madden, London 1864. Sie bringt nochmals die Vertheidigung seiner Classification der jüd. Münzen, wenn' auch mit einigen Modifikationen, und spricht seine Bedenken gegen Cavedoni und mich mit der an ihm gewohnten Urbanität aus. Wichtiger jedoch ist die Mittheilung von fünf Exemplaren der Alex. Jannäus-Münzen. Madden sprach schon von überprägten Münzen dieses Fürsten und versuchte eine etwas andre Eintheilung als die meinige. De S. aber meint mit Bestimmtheit, daß die hebräische Legende auf die griechische geprägt sei, was sehr gut für meine Behauptungen passe, nämlich daß die griechische Anstoß erregt habe und daher nach der Versöhnung von der hebräischen verdrängt worden sei. Ueber die Eintheilung von mir in Bezug auf die Bar-cochba-Münzen sagt er: 868 observations sout eu general tres-fines et tres-ingenieuses, plus ingenieuses que probantes en certains cas, rnais pour moi, bien entendu! Uebrigens war die Abhandlung geschrieben, ehe wir in Briefwechsel getreten. 7. April 1865. Dieser Tage erhielt ich von H. Nawlinson: Rilingual readings, cuneiform and phoenician. Er liefert manchen interessanten Stoff und widmet mir (nachdem er zu spät gesehen, daß ich einen großen Theil seiner Siegel bereits im 2. Hefte m. pH. Stud. veröffentlicht) einen großen Theil seiner Anmerkungen. Ich sehe von seinen Keilentdeckungen ab und theile Ihnen nur eine intereffaute Siegelinschrift (die Nawl. für phönizisch hält, die aber natürlich nach dem Inhalte nur hebräisch sein kann) mit: p לחנניה, der noch folgende Vatername, ist mix nicht recht klar. Die Zeichen sind offenbar das älteste Hebräisch, noch älter vielleicht als die bekannten Siegelsteine (s. m. epigraphischen Beiträge im Jahrbuch zur Geschichte). Ein Name Han an iah kann nur einen Juden zum Besitzer gehabt haben, der etwa nach Babylon (denn dort soll das Siegel gesunden worden sein) vertrieben wurde. Den Namen des Vaters, von dessen fünf Buchstaben nur der dritte und vierte als Dי sicher sind, während der erste zwischen כ imfc 7, der zweite zwischen 1 und ר, der fünfte 16*

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