Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 3 (1864-1865)
- Issue
- 3
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 228 (sequence 66)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Aus Briefen. 228 In einem späteren Briefe ist Hr. Prof. Levy mit der Lesung nicht einverstanden, und sind weitere Besprechungen abzuwarten. Außerdem, berichtet er, fand de S. auch aus späterer Zeit, wie er schreibt, ״sous El-Aksa; certes, eile n’a pu etre ecrite depuis Hadrian,“ eine Grabschrist, die er folgendermaßen liest:!ילנר. לשבתי!־ ״ ,אשתו מן (צ)קליא חוקי בחייJonah et Sabtiah sa femme, du Sieile rendus forts dans la vie." Man darf natürlich an der rich-- tigen Ergänzung zweifeln. (Auch gar sehr an der richtigen Lesung und Deutung der beiden letzten Worte; sie heißen, wie ich sicher glaube, [״ ,חלקם בחיים [בחיי ערihr Antheil im [rtuigen] Leben!" vgl. Zunz in seiner Abhandlung S. 366 f., tmb der Grabstein gehört dem Mittelalter an.) 6. März 1865. Inzwischen habe ich eine interessante Schrift von de Sauley erhalten über die jüd. Grabschrist der בני הויר (vgl. diese Ztschr. II. S. 311.) Er setzt sie viel höher hinauf als de Vogue, der sie vermuthungsweise als dem Simon Boethos und seinen Kindern angehörig glaubt, während de S. meint, sie sei für die Söhne des Hohen- Priesters Jaddua verfaßt, für seinen Nachfolger Honiah, dessen Sohn Elieser u. s. w. Dieser Tage erhielt ich ein Schreiben von ihm mit einer Anzahl Abbildungen von barbarischen Legenden der Münzen Alex. Jannäus', aus denen ich aber zur Zeit Nichts zu machen weiß. Außerdem bespricht er eine jüdische Inschrift, die Renan in Galiläa gefunden und im Journal asiatique (Dezemberhest) veröffentlicht hat. Von den neuesten Entdeckungen in Jerusalem durch den Engländer Wilson werden Sie im ״Ausland" gelesen haben. — Den 26. März. — Ueber die paar Dutzend Legenden der petites pieces barbares d’Alexandre Jannaeus noch Folgendes: Schon früher waren dergleichen kleine Münzen mit Anker auf der einen Seite und Als^avdgov ßaaikstaq, auf der andern ein Stern ohne deutliche Legende durch de Sauley in seinem größeren Werke IV. 9—12 bekannt geworden. Die neuerdings mir mitgetheilten (wahrschcinlich werden auch sie wohl veröffentlicht werden) zeigen auf der Seite des Sterns deutlich althebräische Inschriften, die de S. nicht zu lesen vermag, mir geht es bis jetzt nicht besser. Früher hat man dieselben gegen de S.'s Ansicht Alexander dem zweiten (dem Sohn Aristobul's, s. meine Münzgeschichte S. 64) zugeschrieben; indessen führt de S. in der gleich weiter genauer zu erörternden Abhandlung