Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 3 (1864-1865)
- Issue
- 3
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 208 (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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208 Vü. 3. Sangari. gezeigt wird) le Kliacan envoya son general Bloutchan (dazu?>ibid. Varianten: Bouldehan und Boughtehan) etc,; prit ״Cakketk, forca Tiflis, conquit tonte la contree. Comme 11 .,s’en allait par la route de Dariela1) etc.“ Ich lasse es dahingestellt, ob der Chronist den Namen des Generals mit dem des Chakans verwechselt hat, wie dies oft mit den römischen Cäsaren im Thalmud der Fall ist, oder beide einen Namen führten: aber die Thatsache steht fest, daß dieser Name ein chazarischer ist. Als ich es Hrn. Kunik (Mitglied der hiesigen Akademie) mitthcilte, bekräftigte er noch die Identität des Boughtchan oder Bonldchan mit dem jüdischcn Bulan dadurch, daß die transcaucasischen Völker häufig das gh mit dem l verwechseln, so z. B. für Albanien Aghovan u. dgl. m. 3. Sangari in den slawischen Quellen. Der Name des ungenannten Chaber im Cosri tauchte zuerst im 13. Jahrhundert auf beim Nachmani in seiner Dissertation (תורת ה׳ תמימה, ed. Wilna 1836 7b, wo es aber fälschlich מקנקדי statt מסנגר׳י heißt; in ed. Jcllinck 1853 p. 14 richtig אשנגרי), was darauf hinzcigt, daß damals noch andere Quellen über die Chazaren existirten, die uns verloren gegangen sind. Vor 15 Jahren schrieb Hr. Steinschneider (Jüd. Lit. bei C'rsch und Gruber p. 405 Anm. 4): ״Den Namen Sangari wies mir Schaffarik in slawischen Quellen nach," ohne jedoch anzugcben, in welchen Quellen wir es zu suchen haben. Wie mir Hr. Academiker Kunik mittheilte aus einem Briefe des Hrn. St., ist letzterem die Quelle entfallen; aber Hr. Kunik wies mich hin auf ein russisches Werk des Bodianskr (Ueber den Ursprung der slawianischen Schriftzüge. Moskau 1855), wo ein gewisser Zambri^) mit dkm Slawenapostcl Constantinus (Cyrillns) disputirte, doch mit dem Bemerken, daß die Zeit nicht übereinstimme. Als ich die Quellen (auf die Bodianski hinweist) näher *) Der Leser wird sich wohl erinnern, daß im Joseph'schen Briefe gerade in diese Zeit die Eroberung des Landes ^ארדי, was demnach אדדיל zu lesen sein wird, fällt. 2) In dieser Form giebt die Septuaginta den Namen des israelitischen Königs זמרי Leg. I. 16, II. 9) wieder, dem die chaldäische Form im Namen des Vaters des Jose ben זמרא entsprechen wird. Aus später Zeit kommt David aben זמרא vor.