Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 3 (1864-1865)
- Issue
- 3
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 180 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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180 111. Das Arbeitsverbot an den Festtagen. mit Exod. 34, 22 und Deut. 16, 10 hin, während die andere, daß eine,*הנהר, חדשו dargebracht werde, beweist, daß ihm auch Levit. 23,16 Vorgelegen hat, wie denn auch die Opfer V. 27 mit Levit. V. 18 mit kleiner Abweichung übereinstimmen. Er hat aber offenbar nur den fünfzigsten Tag im Auge. Kehren wir nun aber zum Feste im Frühlingsmonate zurück, so wird dieses Exod. 23, 15 wie 34, 18 das Fest der ungesäuerten Brode genannt, auf sieben Tage festgestellt, aber seine Zeit sehr allgemein mit dem Frühlingsmonate: להועד הדש ר'ואביב angegeben, ohne den Tag näher zu bestimmen. In gleicher Weise sagt der Deuteronomiker 16, 1: hüte den הדש האביב, da sollst du ein Peßach machen Gotte, deinem Herrn, denn בהדש האביב hat Gott, dein Herr, dich aus Aegypten gezogen Nachts; dann werden sieben Tage für den Genuß der ungesäuerten Brode eingeschärft und schließlich der siebente Tag als עצרת hcrvorgehoben und für ihn ausschließlich das Arbeitsverbot gegeben. Ebenso schreibt noch eine andere Stelle, welche lediglich von diesem Feste handelt, nämlich Exod. 13, 3—10, vor, daß der Tag des Auszugs gefeiert werden solle, der Auszug aber habe stattgefunden בהדש האביב, sieben Tage solle ungesäuertes Brod gegessen, der siebente Tag aber als (Wallfahrts-) Fest gefeiert werden. Betrachten wir diese Berichte allein, so liegt die Vermnthung nahe, daß der eigentliche Sinn sei, das Fest der ungesäuerten Brode solle mit dem Neumonde des Abib begonnen, wie הדש ohne weiteren Zusatz heißt, der siebente Tag allein aber (nach Exod. 13, 6 und Deut. 16, 8) höher gefeiert werden. Die anderen Berichte freilich, sowohl Exod. 12, als auch Levit. 23 und Num. 28, bestimmen den Anfang des Festes vom vierzehnten Abends und heben außer dem siebenten anch noch den ersten Tag hervor. Als ein Compromiß zwischen diesen abweichenden Angaben erscheint die Stelle Ezech. 45, 18—24, die erst dadurch verständlich wird. Nach ihr soll am ersten des ersten Monats, das ist eben Abib, der Tempel mit einem Opfer entsühnt werden, und zwar durch Blutsprengnngen an die, Pfosten, was offenbar dem Besprengen der Thürpfosten beim ersten Peßachopfer nachgebildet ist, aber die Feier dieses Festes wird am Neumondstage festgchalten. Auch am siebenten Tage soll eine ähnliche Entsühnung sein, so daß auch die Hervorhebung des siebenten Tages ausgenommen wird. Dennoch soll auch am vierzehnten das Peßach sein und ein siebentägiges Fest der ungesäuerten Brode. Eine Vereinigung sämmtlicher Angaben!