Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 3 (1864-1865)
- Issue
- 3
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 177 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2420973-2420988-2420990--0828-2421907- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
11. Ein Curiosum. 177 sagt er S. 69, scheint um so schwieriger, als die Originale verloren gegangen sind." Dazu heißt es in Anm. 5: ״Dieses hinsichtlich der Responsenwerke des Alfasi und Jbn Migasch. Das Original des Peer Hador soll sich in den Händen des Herrn Bernstein, Oberrabiners zu Haag, befinden." Nun aber besitzt Hr. Fr. dieses Original seit ungefähr zehn Jahren selbst in seiner eigeneu Seminar-Bibliothek, er hat Dies selbst öffentlich bekannt gemacht und weiß nun kein Wort davon! Ist Das noch je vorgekommend Im Jahresberichte nämlich vom Jahre 1856 ist d. d. Breslau tut December 1855 mit der Unterschrift: ״Dr. Z. Frankel, Direktor" S. 11 zu lesen: Herr I. Cohn von hier bereicherte die Seminarbibliothek mit einem arabischen Manuscrip 1 der Responsen des Maimonides. Dieses ״arabische Manuscript" nun, welches der Seminarbibliothek vor ungefähr!0Jahren geschenkt worden, ist dasselbe, welches dem hebr. Uebersetzer des Peer Ha-Dor Vorgelegen hat, und welches auch ich ehedem längere Zeit in Händen hatte. Ich will Hrn. Fr. — außer dem, was schon öffentlich darüber bemerkt worden — noch einige Kennzeichen geben. Am Anfänge steht: OP״NN "נכתב פי פאס שנת ד, auf derselben Seite: Mordechay Tama, ferner: Estas consultas enventadas por el insigne Rabenu Moseh Bar Maymon Robi Moseh de Egypto. Ar!f dcr Rück,Ute: שס״ב ש״ח להרהב״ס בלשון עברי וערב וש״ת להרב ר' יצחק בן ה״ר ועקב אלפסי, auf kincm andern Blatte: שאלות ותשובות לרמ״בם דל, worauf das arabische Inhaltsvcrzcichniß folgt (פתרסת אלבתאב). Es ist mir hier zu weitläufig, die verschiedenen Auf- und Nachschriften, zum Theile von Saadia Dana«, von denen einige auch in die gedruckte Uebersetzung aufgenommen sind, wiederzugeben, und bemerke ich nur noch, daß eine selche auch von einem späteren Abschreiber, Juda Mordechai ben Isaak Mordechai, der 1497 die Abschrift für Saadia Ha-Levi in Fas gemacht, dort befindlich ist, die Handschrift wahrscheinlich von dem zuletzt genannten Schreiber herrührt und dem bezcichncten Jahre angehört. Von Fas brachte sie bekanntlich Jakob Sasportas mit nach Amsterdam, woselbst sie etwa ein Jahrhundert später Mordechai Tama fand und übersetzte. Sie erhielt sich dort und war etwa dreißig Jahre im Besitze des nun verstorbenen Amsterdamer Rabbiners Bernstein; von ihm hatten sie Derenburg und Munk zur Benützung erhalten, und von ersterem wurde auch mir darüber Mittheilung gemacht. Später gelangte dieselbe durch einen Schwiegersohn des Hrn. Bernstein