Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 3 (1864-1865)
- Issue
- 1-2
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 158 (sequence 161)
- Language
- German
- Belongs to
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158 Recenstorielt. seinem Sohne Jakob, Isaak b. SchcscheLh u. A. vollkommen benutzt und verarbeitet. Bamberger's Commentar soll zwar, wie ich höre — das Werk ist mir noch nicht zu Gesichte gekommen — weitläufige Digressionen enthalten, und, wie Herr Zomber sagt, habe er der Pflicht cincS Comineiüars nicht genügt (־1א יצא ירי ביאור?, Vorwort), und in der That weist auch Hr. Z., außer vielem Kleinlichen, auch an manchen Stellen auf Mißverständnisse des Hrn. B. hin, die etwas stark sind (vergl. z. B. S. ט Anm. 153). Wenn nun Hr. Z. dadurch sich angeregt fühlte, einen Theil dieser Halachoth, und zwar den die Peßachvorschristen enthaltenden, neu mit neuem Commcntarc hcranszngcben, so kann ich darin dennoch ein genügendes Motiv nicht anerkennen. Wie gesagt, der Inhalt bietet durchaus nichts Neues, und böte er selbst Solches, so würde es, wie Hr. Z. (S. י Anm. 171) selbst sagt, für die Praxis ohne alle Bedcutung sein, da diese bereits zu starr geworden, als daß sie nun noch von jenen alten Autoritäten bestimmt werden könnte: הלא אין אנל למדין הלכה למעשה מדברי הגאונים• Auch von einem geschichtlichen Interesse kann durchaus keine Rede sein, und Hr. Z. geht in' seinem Commentare, der allerdings von seinen gediegenen thalmudischcn Kenntnissen Zeugnis; ablegt, von den hergebrachten und längst ausgetretenen Geleisen nicht ab. Ja, es ist merkwürdig, daß auch er des Sinnes zu entbehren scheint, der in solchen Schriften ans früherer Zeit doch immer manche, wenn auch untergeordnete Momente findet, die eine gewisse historische Aufklärung darbieten. Es seien blos einige solche Stellen, die mir im flüchtigen Uebcrblicke aufstießen, hervorgehoben. S. ט״ז wird aus Peßachim 379. angeführt, man genüge dem Gebote des Mazzahgenusses auch במצה נא, der blos Halbgebackenen, halbrohen Mazzah. Dazu bemerkt Hr. Z. (Anm. 281), in unfern Thalmudausgabcn heiße cs הינא st. נא. Dies ist richtig, 'allein in der Parallelstelle Menachoth 78b — die Hr. Z. ignorirt — steht auch bei uns im Texte נא, und nur eine Variante am Rande bietet ־,ינא!/ auch aus Naschi's Worten geht hervor, daß er so vor sich gehabt, und ebenso führt Kimchi unter נא nur diese Lesart an zur Erklärung für das Hapaxlegomenon 2 Mos. 12, 9. Diese thalmudische Parallele kennen unsere neueren Wörterbücher nicht, und es ist daher nicht unwichtig, die alte Lesart in der Baraitha wieder sestzustclleu. — S. י״ה giebt Isaak aulehnende Gründe für die vier Becher Wein, die am ersten Peßachabende getrunken werden sollen; unter Anderem sollen sie vier Bechern des