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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1864-01-01 · 1-2 · p. Seite 156

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
3 (1864-1865)
Issue
1-2
Date
1864-01-01
Page
Seite 156 (sequence 159)
Language
German
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156 Recensionen. sammenhang enlpfohlen wird. — S. 93 ff. spreche ich mich noch weiter über die NNNN aus, die Genossenschaften, welche ihre geweihten Mahlzeiten zusammen hielten, eine Quelle für viele spätere Satzungen, die auch im letzten Hefte von he-Chaluz besprochen sind. Die deutlichere Erkenntniß von ihnen giebt auch Aufschluß über noch eine von den Erklärern .nicht genau genug erfaßte Stelle: ״Genossenschaftsglieder (!כני המה־־), die genau mit einander abrechnen (die beim gemeinsamen Mahle nicht freigebig und freundschaftlich einander mittheilen, sondern ein Jeder streng nur von dem Seinigen genießt und von dem Anderen, wenn er ihm von dem Seinigen giebt, Rückerstattung verlangt), begehen eine Verletzung (des Festtages, wenn Dies an einem solchen geschiehtwo eben diese Mahlzeiten am Ueblichsten waren) wegen Messens, Abwä'gens, Zählens, Borgens und Bezahlens am Feste, nach der Schule Hille? s auch wegen Zinses (der immer untersagt ist und bei solcher Rückerstattung selten unterbleibt)". So bekommt diese Stelle (Schabbath 149 a, Baba mezia 75 a) erst ihren rechten Sinn. — S. 104ff. sind einige Stellen besprochen, in welchen die Aceentuatoren die Satztheilung nach dem natürlichen Sinne in eine künstliche ändern, weil der natürliche Sinn ihnen ungeeignet schien oder mit der Halachah nicht übereinstimmte, die sie durch ihre Jnterpunction stützen. Als ähnlichen Fall füge ich jetzt hinzu 2 Mos. 22,25 (26). Entgegen der einfacher» Auffassung, man solle dem Armen sein Gewand mit Sonnenuntergang zurückgeben, da er nichts Anderes habe, um sich damit des Nachts zu bedecken, einer Auffassung, welche von alten Uebersetzcrn richtig wiedergegeben wird, der auch Thanchuma z. St. folgt, die Mendelssohn adoptirt und überhaupt die neuere Exegese, glaubt der Thalmud, unter dem Gewände nur ein entweder ausschließlich für den Tag oder für die Nacht bestimmtes Kleidungsstück verstehn zu können, und so meint er (Mechiltha z. St. und Baba mez. 104b) hier die Erklärung eines Taggewandes vorziehen zu müssen, das man also dem Armen bei Tage lassen müsse, während man cs bei Nacht abpfänden könne, so daß es' heißt: bis zum Untergange der Sonne mußt Du es ihm zurückgeben, während Du es von da ab wieder nehmen magst. Wie ist nun aber der Spruch zu fassen: במה ישכב, worin soll er liegen? Das handelt von einem andern Gegenstände, sagt die Mechiltha, nämlich von der Bettdecke, להביא את המצע♦ Dann aber steht Dies mit den vorhergehenden Worten: ״Denn cs ist sein Kleid allein, ist sein .Gewand für seine Haut" nicht in Verbindung. Darum trennen

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