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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1864-01-01 · 1-2 · p. Seite 131

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
3 (1864-1865)
Issue
1-2
Date
1864-01-01
Page
Seite 131 (sequence 134)
Language
German
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IY. Grabinschriften. 131 scheinung darf jedoch keine schweren Bedenken erregen, es läßt sich sogar ziemlich leicht eine Erklärung dafür aufsinden. Waren jene alten Israeliten wirklich Nachkommen der durch die Assyrer aus dem Reiche Israel Vertriebenen, so mußten sic nothwendig manche Beziehung zu ihren Genossen in Samaria bewahrt haben. Nun haben diese nach den in ihrem Pentateuch befindlichen abweichenden Zahlen eine andere Schöpfungsära als die Juden. Die Periode der Semiten beträgt nach ihnen 650 Jahre mehr als nach der jüdischen Zahlangabe; umgekehrt beträgt die Summe der Lebensjahre der ersten Urväter — namentlich von Jercd ab — im samaritanischen Texte 349 Jahre weniger als nach dem unsrigcn (vgl. die Tafeln in Bd. I. dieser Zeitschr. S. 110 u. S. 176). Demnach ergeben sich den Samaritanern 301 Jahre mehr für die Schöpfungsära. Daß die damaligen Samaritaner, welche für die Zeit von Moses Tode an kein schriftliches Denkmal hatten, die Zahl von 150 Jahren weniger als die Juden gerechnet haben mögen, ist nicht auffallend; aber gerade, daß die Differenz der Einer sich erhielt, weist auf diese alte Abweichung im Pentateuche hin. Ucberhaupt spricht der Gebrauch von Acren, die später unbekannj sind, dafür, daß nicht ein Betrug vorliegt, sondern Denkmale aus einer Zeit und Gegend, für die wir keine sonstige Controle haben. Wenn uns die bisher besprochenen Erscheinungen zwar auffallend sein können, so geben sie doch keine Handhabe zu einem gegründeten Bedenken. Ein solches bieten jedoch die Eulogieen, welche den Namen der Verstorbenen hinzugefügt werden. In den Thalmüden kennt man von denselben nur die sehr einfachen זמר לטוב und נוחי נפש, und auch diese werden sehr spärlich angewendet; daß Sätze aus Bibelversen dazu verwendet werden, daß sie stehender Gebrauch werden, schreibt sich erst aus dem Mittelalter her, und erstvon Saadias an haben wir Belege dafür, wie die schöne Abhandlung von Zunz: das Gcdächtniß der Gerechten, auf's Gründlichste nachweist. Auf diesen Steinen aber begegnen wir verschiedenartigen Eulogieen, die als damals schon so gebräuchlich angenommen werden müssen, daß sie meistens hier abgekürzt sind. So hat Nr. 1 und 5י'ש'י'ע׳א..ה .4 ,נורו עדן נ״ע, was wohl יש׳י׳ע׳ם heißen muß — 5 ,יבוא שלום ינוחו על משכבותם. außer נ״ע noch רחרח י (d. h.נסשו צרורה בצרור החיים את א׳ח' (ה׳ אלהיו und endlich והיתה 6 ׳מנוחתו כבור. wieder .7 ,תהזא נפשה צרורה בצרור!“.חייבם תעל שכבת הטל על מלונה ת׳ש׳ה׳ע׳מ, eine blos bei Karäernüb- 9*

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