Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 3 (1864-1865)
- Issue
- 1-2
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 114 (sequence 117)
- Language
- German
- Belongs to
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114 H. Zur Geschichte der Maßorah. ßorah"—der einzigen, die bis jetzt aufgefunden worden — fördert unsere Kenntniß der Maßorah nach vielen Beziehungen. Wir sind nunmehr durch den Augenschein belehrt, daß die übersichtliche Zusammenstellung einer großen Zahl maßorethischer Bemerkungen ein Werk früher Zeit ist, von Jakob ben Chajim benützt, aber nicht von ihm zuerst unternommen ist. Wir erfahren aus dem Inhalte der Handschrist, daß der Abfasser derselben — sei es er selbst oder das Original, welches er copirte — eine frühere solche Maßorah vor sich gehabt, die er jedoch durch eigene Zuthat ergänzte, was er an vielen Orten mit den Worten bezeichnet: ולבד מנלסורתא, d. h. außer den von der Maßorah angeführten Stellen giebt es noch folgende, Ergänzungen, wie wir sie auch in unserer gedruckten Maßorah vielfach durch spätere Nakdanim finden. Zu welcher Zeit nun die hier zu Grund gelegte Maßorah hinanreiche, welcher Zeit ferner der Abschreiber angehöre, läßt sich schwerlich selbst annäherungsweise bestimmen; in Beziehung auf letzteren um so weniger, als mehrere Hände in die vorliegende Abschrift hineingearbcitet haben. Die ursprüngliche Maßorah, die hier benützt wird, dürste auch nicht sehr hoch hinaufreichen. Ich schließe Dies daraus, daß Nr. 216 die drei Stellen zusammengestellt werden, in welchen ein unpunctirtes Jod vor Dagesch steht, und zwar die oben besprochenen למשלסר, ,ביקחתיך und ליקהת♦ Die Feststellung der Lesart gehört, wie oben nachgewiesen, offenbar erst dem zehnten Jahrhundert an, zuerst scheint eine solche Aufzählung von Saadias vorgenommen worden zu sein; Ln seinem ״Nikkud" sah sie Raschi, und da dieser dafür nicht die ״Maßorah gedolah" anführt, auf die er sich sonst sehr oft beruft, so ist daraus zu schließen, daß die Bemerkung zu seiner Zeit noch nicht Ln der Maßorah gestanden und erst nach seiner Zeit — also im 12. Jahrhundert — in dieselbe ausgenommen worden. Wir erfahren ferner, daß diese Uebersicht, wie sie unsere Handschrift bietet, wohl hierin gleich sonstigen Handschriften, die früher vorhanden gewesen ausgegeden, übersetzt und mit erläuternden Anmerkungen versehen nach einer, so weit bekannt, einzigen, in der Kaiserlichen Bibliothek zu Paris befindlichen Handschrift von vr. S. Frensdorfs. Hannover. 1864.׳ Hebräischer Text (nebst Uebersehung der Aufschriften), Index und Verbefserungen. 188 SS. Deutsches Vorwort, Einleitung, Nachweise und Bemerkungen, Verzeichniß der angeführten Maßorahstellen. 71 SS. gr. 4.