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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1864-01-01 · 1-2 · p. Seite 113

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
3 (1864-1865)
Issue
1-2
Date
1864-01-01
Page
Seite 113 (sequence 116)
Language
German
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m 1L Zur Geschichte der Maßorah. sichten vorliegen gehabt habe, ja es scheint im Gegentheile, als nehme er diese Zusammenstellung für sich allein in Anspruch; wir können uns kaum des Verdachtes erwehren, daß der Mann, dessen Verdienst jedenfalls ein dauernd anzuerkennendes ist, durch die künstlichen Worte, mit denen er dieses Werk, wie das grammatische des Moses Ha-Nakdan, einleitet, absichtlich ein gewisses Halbdunkel darüber verbreiten wollte, so daß man, was ihm ursprünglich Vorgelegen, kaum ahnen könne und man auf die Vermuthung kommen solle, er habe weit mehr dabei gethan, als wirklich der Fall ist. Sicher hätte er sein Verdienst im Gegentheile erhöht, wenn er uns recht genau gesagt hätte, welche Quellen er benützt, welche Gestalt dieselben gehabt und wie er sie verarbeitet. Jedoch er unterließ diese Mittheilung, und die bedeutendsten Kenner und Handschriftensammler wußten von der maßorethischen Uebersicht, ob sie handschriftlich vorhanden sei, keine Nachricht zu geben. Elias Levita, Lonsano und Norzi hatten eine solche nicht gesehen; Heidenheim gedenkt nie einer solchen, Luzzatto fand keine in den vielen Handschriften, die ihm zu Gebote stehn, wie er im I. 1854 Hrn. Di׳. Frensdorfs auf seine Anfrage danach mittheilte (Ozar nechmad III. S. 112). Wären die spärlichen Anführungen der Alten aus ״Ochlah we-ochlah", welche man auf diese Uebersicht beziehen mußte, nicht gewesen, so wäre man schließlich zu der Ueberzeugung gekommen, dieselbe sei lediglich das Werk Jakob's ben Chajim. Herrn Or. Derenburg verdanken wir nunmehr das Schwinden einer jeden Ungewißheit. Bei den Vorarbeiten für die Anfertigung des Catalogs der hebräischen Handschriften in Paris entdeckte er eine so.lchc selbstständige ״große Maßorah", welche mit dem Beispiele אכלה und ואכלה beginnt, woher ihr dieser Name bei einigen alten Schriftstellern geworden, mit dem sie nunmehr auch Herr Or. Frensdorff bezeichnet. Auf diese Entdeckung wies nun Herr Neubauer mehrfach mit Nachdruck hin; seiner uneigennützigen Gefättigkeit, seiner hingebenden Einsicht verdanke ich reiche Mittheilungen darüber, die mich in den Stand setzten, die große Bedeutung dieser aufgefundenen Handschrift zu erkennen. Im Begriffe, recht ernstlich darauf hinzuweisen, soweit meine immerhin karge Kenntniß der Handschuft es gestattet, wurde ich freudig überrascht durch die Ausgabe, welche Herr Or. Frensdorff nach einer selbstgemachten Abschrift veranstaltete*). Der Abdruck der alten Handschrift dieser ״großen Ma- *) ספר אכלה ואכלה. Das Buch Ochlah W'ochlah (Maßörah). Herr Vierteljahresschrist. In. 1. 2. 8

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