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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1864-01-01 · 1-2 · p. Seite 91

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
3 (1864-1865)
Issue
1-2
Date
1864-01-01
Page
Seite 91 (sequence 94)
Language
German
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EL Zur Geschichte der Maßorah. 91 andere biblische Schriften, wie für die Sprüche Salomo's, das Hohelied und die Chronik fest. Auch , bei dem zweiten Theile von Kohelcth, am Anfänge von Cap. 7, verlangen Einige einen großen Jnitialen. — Wie beim Anfänge des Pentateuchs verlangt Soferim auch bei dessen Ende das letzte Wort weitläufig geschrieben und den letzten Buchstaben noch besonders ausgezeichnet. Diese Vorschrift ist nicht durchgedrungen, wohl aber begegnet man am Ende eines Buches in zum Privatgebrauche bestimmten Handschriften künstlicher Schrift, die auf den Abschluß hinweist und den leeren Raum ausfüllt. Daher schreiben sich auch die Feststellungen, daß das Mem in שלשים in den letzten Versen der Genesis (50, 23), das Sain in זכרו am Ende von Malcachi, dem letzten Prophetenbuchc (3, 22), das Samekh in סוף im vorletzten Verse des Kohelcth — der beim öffentlichen Vorlesen zum Schlüsse nochmals wiederholt wurde, also auch als der letzte betrachtet werden konnte — größer zu schreiben seien; dahin gehört wohl auch, daß das Zade in צלפיח nahe dem Ende der Sprüche (31, 27), eines der Thav in in Esther (9, 29), das Ales in אשריך, dem letzten Verse im Liede Mosis (33, 29) nach Einigen durch besondere Größe auszuzeichnen sei, und so noch Anderes. — Wie Anfang und Ende finden wir auch die Mitte berücksichtigt. Das große Waw in ]TU hat sich erhalten, deßgleichen daß דרש ררש in Ende und Anfang der Zeile gelheilt werde. Wenn so Mitte der Buchstaben und der Wörter von den Zeiten der Baraitha an fcstgchalten worden — indem man später vielleicht gar nicht mehr nachgezählt hat und einfach es bei der alten Tradition beließ —, so hat das Schwanken in der Anzahl und daher auch der Mitte der pentateuchischen Verse Unsicherheit in deien Auszeichnung bewirkt. Nach der Baraitha bildet der Vers 3 Mos. 13, 33 die Mitte, und wirklich bestimmt die spätere Maßorah, das Gimel des Wortes והתגלה, womit der Vers beginnt, solle durch Größe ausgezeichnet werden. Soferim weiß davon Nichts, bezeichnet vielmehr einen andern Vers als die Hälfte der Verse und will dessen ganzes erstes Wort groß geschrieben haben. Davon weicht wieder die spätere Maßorah ab, sie bestimmt einen andern Vers als Mitte, den sie jedoch ebensowenig auszeichnet wie den von Soferim angegebenen, während sie dem von der alten Baraitha ausgestellten die Ehre erweist. — Daß das schwebende 'Am Ln מיער Ps. 80, 14 auch seine Veranlassung darin hat, daß es die Mitte der Buchstaben in den Psalmen bildet, ist bereits Urschrift S. 259 angegeben und ebenso

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