Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1864-01-01 · 1-2 · p. Seite 89

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
3 (1864-1865)
Issue
1-2
Date
1864-01-01
Page
Seite 89 (sequence 92)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2420973-2420988-2420989--0740-2421818
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

n. Zur Geschichte der Maßorah. 89 das Wort ישראל, mit welchem der Pentateuch schließt, ganz gedehnt, und außerdem das Lam.cd hochgestreckt: יו״ר של תשי צריך להיות קטן מכל צריך להיות גרו?־־־‘ שדתו*«* [füge hinzu ירד שבמקרא ,[יו״ד של יגדל אותיורת (מכל יו״ד .!) שבמקרא ,ישראל שבסוף התורה צריך להיות פשוט למ״ר שלו צריך להיות זקוף מכל הלמ״ד. Hier beginnt bereits ein System sich weitläufig anszugestalten, dessen Anfänge freilich höher hinaufreichen; wir entnehmen daraus ein Doppeltes, daß nämlich zu diesen Auszeichnungen eine natürliche Veranlassung war, deren man sich auch wohl bewußt war, und daß man dennoch andererseits künstliche Deutungen daran knüpfte, wie wir cs ähnlich bereits bei den mit Punkten oben versehenen Buchstaben erkannt haben. Und ferner erfahren wir auch, daß dieses System der Auszeichnung von Wörtern und Buchstaben später doch wieder, wohl aus kalligraphischen Rücksichten, in seinem Hervortreten beschränkt wurde, während es in der Anzahl noch vielfach erweitert wurde. Wenn uns die Gemara schon belehrt, das Waw in ויזתא müsse groß wie eine Ruderstange sein, so hängt dies offenbar mit der andern Angabe zusammen, daß die 10 Söhne Haman's mit einem Hauche geendet haben, man sie daher im Vorlesen mit einem Hauche d. h. ohne Unterbrechung aussprechen solle; dieses gemeinsame Anshauchen sämmtlicher Söhne sollte dadurch bezeichnet werden, daß das Waw in ליותא, dem zuletzt aufgezählten Sohne, die ganze Reihe umschließe, also so groß sei, daß es alle Zeilen von איש oder von פרשנרחא an hindurchgeführt werde. Diese Vorschrift ist jedoch nur in beschränktem Sinne aufrecht erhalten worden; man hat das Waw wohl länger gemacht, jedoch ohne daß es in die vorangcgangenen Zeilen hinaufreiche, und so ist der Sinn dieser Auszeichnung getrübt worden. Der Grund für die eigenthümliche Gestaltung des He Ln 'חלה ergiebt sich gleichfalls, wenn wir die erste Quelle genau prüfen. Es ist in jerusal. Megillah 1, 9 die Rede davon, daß, wenn ein Fehler mit einem Gottesnamen oder in der Umgebung desselben vorgekommen sei, so dürfe dieser selbst nicht ausgekratzt werden, wohl aber die ״profanen" Wörter seiner Umgebung, selbst die ״profanen" Buchstaben, welche ihm angeschlossen werden, wie Beth, Lamed und dcrgl., um dann auf dem leer gewordenen Raume das Richtige zu schreiben; ist dieser aber nicht weit genug, um das Nichtige einzufügen, so mag man einen Theil desselben ״hängen", darunter oder darüber schreiben. Darauf folgt die Lehre, daß das He in 'הלה unter das Knie des. Lamed gesetzt werde. Dies hängt offenbar mil dem

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.