Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 3 (1864-1865)
- Issue
- 1-2
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 87 (sequence 90)
- Language
- German
- Belongs to
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II. Zur Geschichte der Maßorah. 87 Urschrift S. 255), über die mit decenteren vertauschten Wörter (C. 9, § 8), über das ausgezeichnete Waw in ויזתא (C.!3, § 7). Anderes thalmudisch Angedeutete ist hier weiter ausgeführt und in anderer Form dargestellt. So wird die Vorschrift von den Klammern folgendermaßen gegeben (C. 6, 8 t): הכותב צריו לעשות שיעור בפחיהה של ויהי בנסוע הארון מלמעלה ומלמטה מפני שהוא ספר בפ״ע ,וי״א שמקומו בנסיעת דגלים, was dann § 2 mit denselben Worten wiederholt wird, nur daß der Abschnitt ויהי העם כבותאוננים genannt wird, offenbar um Anfang und Schluß der Klammer genau zu bezeichnen. Die Klammer wird mit dem Satze, ״daß man für die offene Paraschal) einen Raum machen müsse", sehr ungeschickt ausgedrückt. Wahrend die thalmudischen Schriften die Eigenthümlichkeit des He in 'הלה darein setzen, daß es unten im Knie des Lamed steht, sagt Soferim (C. 9, § 6) gerade umgekehrt, es solle ausgedehnt sein als ein für sich stehendes Wort: ה' רהלה' צריו להיות פשוט מכל ר,"א שיהא תיבה בפני עצמו• Die Stichcneinthcilung gewisser Lieder, wovon schon der Thalmud spricht, wird von ihm umstündlich auseinandcrgesctzt (C. 12, § 8—C. 13, § 3). Allein auch ganz neue Zusammenstellungen werden vorgeführt. Ueber die drei לא im Pentateuche, die als לו aufznfassen sind, sind die Lhalmudischen Andeutungen unbestimmt, hier (C. 6, § 5) sind sie festgestellt, noch mehr die in den übrigen biblischen Schriften (8 6), ganz neu ist die Aufzählung der vier Stetten, in denen יעואל geschrieben und יעיאל gelesen wird (§ 7), in denen am Schluffe des Wortes ein durch das Keri ergänztes Waw fehlt und umgekehrt (C. 7, § 1), in denen ein am Ende befindliches He überflüssig ist (§ 2), ein zusammengeschriebenes Wort in zwei getheilt wird und umgekehrt (8 3), solcher Wörter, die mit einem Waw in der Mitte geschrieben, aber mit Jod gelesen' werden (8 ^)/ die Abweichungen zwischen Ps. 18 und 2 Sam. 22, zwischen Jes. 36. 37 und 2 Kön. 18 (C. 8). Besonders tritt als ein stark weitergeführtes Element — das später jedoch noch mehr ausgebildet wird — das der durch die Schrift ausgezeichneten Buchstaben hervor. Bis jetzt haben wir blos von dem ״einer Rudcrstange" gleichen Waw in ויוהא gehört und von dem in das Knie des Lamed eingefügten He in "הלה, das in Soferim zum weitgestreckten wird, um ein Wort für sich zu bilden, auch von schwebend geschriebenen Buchstaben, deren Soferim nicht gedenkt, wahrscheinlich weil der Pentateuch kein solches Beispiel enthält. Hingegen hat der Tractat eine größere Reihe von in ihrer Form ausgezeichneten