Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 3 (1864-1865)
- Issue
- 1-2
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 82 (sequence 85)
- Language
- German
- Belongs to
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82 II• Zur Geschichte der Maßorah. der Syrer vor V. 22, welchen er als Einleitung mit der Beschreibung der wunderbaren Rettung der Meerfahrer und mit der Verpflichtung ihres Dankes verbindet, einen neuen Abschnitt (Jj00m2>), sowie auch die syrische Hexapla hier einen neuen Abschnitt beginnt, was freilich auch anderswo bei ihnen noch vorkommt. Allein dennoch ist die Varaitha auch hier schon wiederum mit einer agadischen Deutung versehen, die die Absicht der Zeichen verwischt. Der richtige Sinn dieser Klammer war offenbar späteren Abschreibern noch bekannt, so daß sie selbst bei einer anderen Stelle eine solche anbrachten, weil ihnen dieselbe versetzt zu sein schien, obgleich in Thalmud und Midraschim des Zeichens nicht gedacht wird, und auch die geltende Maßorah Nichts davon wissen will; die späteren Nabbinen, welche das agadische Element vertreten, sind auch hier sogleich mit Deutungen bei der Hand. Wenn sich nämlich am Ende von Cap. 11 der Genesis eine solche Klammer in vielen Abschriften findet, so beruht dies darauf, daß man den Tod Therach's, *welchen dieser letzte Vers berichtet, der Zeitrechnung nach, nicht als vor dem Befehle Gottes an Abraham, Haran zu verlassen, mit welchem Cap. 12 beginnt, sondern erst später eingetreten annehmen konnte, demnach der Vers versetzt sein müsse. Allein, wie gesagt, auch hier fehlt es nicht an mannigfachen Deutungen*). Auch von den über der Zeile schwebenden und Hangenden lNI^N) Buchstaben wissen die thalmudischen Schriften; sie, die wiederum ihre kritische Veranlassung haben, müssen sich gleichfalls eigenthümlichen Deutungen unterwerfen (vergl. Urschrift S. 258 f. und Zeitschrift der DMG. Bd. XVI. S. 298). — So kennen Gernara und Midraschim noch andere Seltsamkeiten an einzelnen Buchstaben und deuten sie, sowie daß das Mem in למרבח Jes. 9, 6 die Form eines Schlußmcm hat (כר1 מ״ם שבאמצע תיבה סתותה ווו סתומה, Sanhcdrin 94a, vergl. Urschrift S. 293), daß das He am Anfänge von '5 הלה Mos. 32, 6 nicht mit den andern Buchstaben in gleicher Linie steht צריך לכתוב ה״א למטה מארכובתו של למ״ח, jcrusal. Megillah 1, 9 oder wie es im Midrasch Schemoth rabba C. 24 heißt:ה״א למטה ולמ״ד למעלן), daß das 833«» in ומתא Wh. 9,9 ungewöhnlich lang ״wie eine Rudcrstangc" ausgedehnt werde *) Vergl! diese Zeitschr. B. I. S. 120.