Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 2 (1863)
- Issue
- 3-4 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 308 (sequence 148)
- Language
- German
- Belongs to
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308 Steinschneider. die aber auf Abu'lwalid zurückgeführt wird, ״dessen Ansicht, Methode und Arabismus richtig ist", hat Saadia zwiefach gefehlt, erstens sachlich, daß er Männchen und Weibchen nebeneinanderstellt, zweitens sprachlich, indem die Form אחא nur für mehr als 10 gebraucht wird. Abu'l walid erklärt sich für Onkelos, der רימא hat, d. i. hebr. ראם, arab. 8) כרכדאוie).* **)) Die Stelle befand sich wahrscheinlich im Wörterbuch des Abu'l walid unter חיש (vgl. כרם המד V, 45) und ist daher die sachliche Ausstellung von Parchon (s. v. חש, wo die Worte ונתפם ח סעדיה den Ursprung verrathen) aufgenommen worden, obwohl er, wie S. G. Stern bemerkt, unter יעל dennoch die widerlegte Ansicht aufnimmt, — wie es Compilatoren zu ergeben pflegt. Auch Jbn Balam (im Connn. zu Denteronomium) hat ohne Angabe der Quelle nur die sachliche Bemerkung, was um so auffallender ist, als er sonst die sprachliche Seite der arabischen Uebersctzung Saadia's sehr scharf kritisirt. — Jbn Balam erwähnt auch die Ableitung von חש oder דיש, welche Kimchi 8. v. adoptirt. ״Die zweite Stelle, welche nach unserem Vers, der Erläuterung bedarf", ist die Uebersctzung von 1תא nach Onkelos תור ,תור בלא ברא, hebr. ״שור רבר). S aadia hat תיתל, ebenfalls ein wildes Rind. Es sei aber dieser שור הבר verschieden von dem Thiere dieses Namens, worüber Ln der Mischna disputirt wird, ob es ein wildes oder Hausthicr sei. Letzteres sei der Büffel (ג׳אמום), der zwar ein Hausthier, aber so stark, daß man ihn ebenfalls שור הכר genannt. Er schließt seine Auseinandersetzung mit einem Citat aus dem Homonymenbuch des Jbn Balam, welcher behauptet, daß Saadia und Hai darüber uneinig seien, ob der Büffel zum Opfer tauglich, also das Fett verboten sei, oder umgekehrt; es sei aber die Entscheidung (תרג׳יה) zwischen so großen Autoritäten sehr schwer, *) (Nashorn) bei Ewald Beitr. S. 114 als entgegengesetzt VON (רים ראם). Ich bemerke hier auch für die später zu besprechenden Worte, daß die karäischen Lexicographen .bei Pinsker S. רה ff. unter תאו ,קאת ,מריא ,כוס ,אקו eine beachtenswerthe Uebereinstimmung mit der Uebcrsetzung Saadia's bekundrn, aber während unter אקו das תאו mit כרכדן erklärt wird, kommt letzteres unter ראם wieder vor, während תאו s. V. תיתל heißt. Die Form ,ארור ist aus ארוא oder ארויה verdorben. **) Die Lhalmudischen Wörterbb. haben keinen Artikel ברא?== כלא.