Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 2 (1863)
- Issue
- 3-4 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 289 (sequence 129)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Keyserling: Kuh. 289 22, 4 und für Zach. 14, 5. Dir Bariantc את ארצם für 5 נהלח. Mos. 20, 16 giebt die Uebersetzung der 70 wieder. Merkwürdig ist ״Jes. 19, 18 Sedek TsNM statt Heres da kann doch הסרך nur entweder ein Abschreibefehler des Herrn Muralt oder einer der hier so üppig wuchernden Druckfehler für הצדק sein, die Bedeutung aber dieser LA. im Originale, welche wiederum mit den 70 übereinstimmt, ist Urschrift S. 79 genügend nachgewiesen. Eine andere Variante heilt in höchst glücklicher Weise eine schwierige Stelle. 2» Kön. 23, 9 ist nämlich מצ1ת, wenn auch alle Uebersetzungen dasselbe wiedergeben, höchst auffallend. Wenn gesagt wird, daß sie ungesäuerte Brode mit ihren Brüdern gegessen, so soll dies, wie nach Mischnah Menachoth 13, 10 die Kommentatoren annehmen, bedeuten, daß sie alle Priestergaben genießen dürfen; aber warum wird dann gerade der unwichtigste Theil, die ungesäuerten Brode, etwa der Mehlopfer, hervorgehoben? Diese Schwierigkeit beseitigt die Variante כלניות, was wirklich alle Priesterantheile bedeutet (Neh. 12, 44. 47. 13, 10), und ist es höchst merkwürdig, daß, wie Luzzatto im Commentar zu Jesajas S. 339 richtig bemerkt, für dieses Wort auch an einer andern Stelle, nämlich Neh. 13, 5, fälschlich bei uns מצות steht. Jedenfalls bietet diese Zeitschrift des Lehrreichen Mannigfaches, und sehen wir ihrer Fortsetzung entgegen. 28. Januar. 8. Der Dichter Ephraim Kuh. Ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Literatur von Dr. M. Kayserlin g. Berlin 1864. 47 S. 8. Bekanntlich hat Berthold Auerbach in ״Dichter und Kaufmann" ein Zeitbild geliefert, das an den Dichter Ephraim Moses Kuh sich anlehnt; trotz dem novellistischen Talente des Verfassers und der plastischen Darstellung aller den ״Dichter" umgebenden Personen und Verhältnisse blieb doch der Eindruck zurück, daß Kuh selbst, der Mittelpunkt der Erzählung, eine viel zu schwächliche Persönlichkeit gewesen, als daß fein klägliches Leben und Ende ein tragisches Pathos in sich trage. Wenn nun Herr Kayserling den Stoff biographisch nochmals für das ״jüdische Nolksblatt" verarbeitete, so ist Vierteljahrcsschrist. II. 3. 4. 19