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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1863-01-01 · 3-4 (1863) · p. Seite 284

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
2 (1863)
Issue
3-4 (1863)
Date
1863-01-01
Page
Seite 284 (sequence 124)
Language
German
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284 Recerisivnen. ihrer Natur nach , blos Grabdenkmale, Täfeln mit Opfergesetzcn, Weihen der Einzelnen an die Gottheiten in verschiedenen Lebenslagen. Rechnen wir zu den Steindenkmalen dieses Inhaltes noch Münzen hinzu, so bildet dies den ganzen Vorrath dessen, was bis jetzt gefunden worden, und von dem allein gehofft werden darf, daß er noch künftig bereichert werden kann. Als Ergänzung der Literatur ist ein solches Material höchst schätzbar, als Ersatz derselben bietet es ein höchst dürftiges Surrogat. Dennoch oder um so mehr werden diese glücklich aufgefundenen Trümmer die Aufmerksamkeit reizen, und eine jede Erkenntniß über dieses Volk, ein so bedeutsames Bindeglied in der alten Geschichte, die wir ihnen entlocken, ist eine Bereicherung unserer geschichtlichen Einsicht. Zu den kundigsten und zuverlässigsten Führern auf diesem Gebiete gehört der Verfasser der rubricirten Schriften. Mit sicherer Bewa'ltigung des weithin zerstreuten Stoffes verbindet er glücklichen Blick und semitischen Sprachtact. Die richtige Lesung der Buchstaben, welche durch den Steinhauer oft verschnörkelt, durch die trümmerhafte Erhaltung noch unsicherer geworden, die Theilnng der fortlaufenden Schrift in Wörter, die Feststellung der Wortbedeutungen, wie sie dem phönizischen Dialekte, der als Glied des Semitismus und eng verwandt mit dem Hebräischen, wohl daraus erklärt werden kann, dennoch aber auch seine abweichende Eigenthümlichkeit hat, setzen mannigfache Schwierigkeiten entgegen, und es mag uns nicht wundern, daß bei deyi Versuche, dieselben zu überwinden, viele Sünden begangen worden sind. Um so erfreulicher ist es, an der Hand eines so sicheren Führers in die Studien und Resultate dieses Gebietes eingesührt zu werden. Denn der Herr Verfasser bietet uns nicht nur neue Erklärungen, berichtigte Auffassungen, ja auch neue bisher unedirte Denkmale, er liefert auch auf engem Raume das ganze bisher zugängliche Material, und vieles Zerstreute giebt er in getreuen Abbildungen wieder, sowie denn dem ersten Hefte drei Tafeln, dem zweiten und dritten je eine angcfügt sind, einen ansehnlichen Theil der Denkmale enthaltend. Die ״Studien", denen der Verfasser von Zeit zu Zeit ein ferneres Heft folgen zu lassen gesonnen ist, sollen sich, wie es im Vorwort zu Heft 3 heißt, ״zu einem Repertorium gestalten, ebenso für die Erscheinungen auf dem Gebiete der phönizischen Wissenschüft, die weithin zerstreut und nicht selten in kostbaren, nicht leicht zugänglichen Werken sich sinden, wie auch für neue Monumente, die überhaupt noch nicht veröffentlicht sind." Diesem'Zwecke des/zu-

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