Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 2 (1863)
- Issue
- 3-4 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 282 (sequence 122)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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282 Recensionen. 5 SuJLS. Mose ben Maimnn's (Maimonides) acht Kapitel. Arabisch und deutsch mit Anmerkungen von vr. M. Wolfs (Rabb. in Gothenburg). Leipzig. 1863. 109 S. 8. Die philosophische Richtung des Maimonides ist sich während der verschiedenen Perioden seines Lebens und daher auch in seinen Werken, welche aufeinander folgten, im Ganzen gleich geblieben. Die philosophischen Grundsätze, Untersuchungen und Resultate, welche er in seinem Mischnah-Commentare und seinem halachischen Codex, wenn auch mehr gelegentlich, vorträgt, stimmen vollkommen, oft bis in die kleinsten Ausführungen, mit dem überein, was sein ״Moreh" lehrt. Unter den an das philosophische Gebiet streifenden Stücken aus den früheren Werken nimmt eine vorzügliche Stelle ein die aus acht Kapiteln bestehende Einleitung zum Tractate Aboth im Mischnah-Commentare, welche zur Erklärung dieses, verschiedenartige Sittensprüche enthaltenden Tractatcs grundlegende ethische Betrachtungen vorausschickt. Wie den ganzen arabisch geschriebenen Commentar haben wir auch diese Abhandlung in hebräischer Uebersetzung, und zwar ist sie von diesem Stücke durch Samuel Thibbon angefertigt. Allein auch das arabische Original ist aufbewahrt und von Pococke in porta Mosis mit lateinischer Uebersetzung herausgegeben worden. Daß die Kenntnißnahme von dem Originale, selbst einem sorgfältigen Uebersetzer gegenüber, wie Th. war, immer von Wichtigkeit bleibt, bedarf wohl kaum des Nachweises; Herr Dr. W. zeigt uns übrigens, daß dennoch auch Th. Mißverständnisse begegnet sind (vgl. Anm. 15 S. 88). Der Wiederabdruck des Originals ans dem selten gewordenen Werke ist an sich schon verdienstlich; der Herausgeber läßt es jedoch dabei nicht bewenden, vielmehr berichtigt er hie und da den Text und fügt einer treuen deutschen Uebersetzung wcrthvolle Anmerkungen bei, welche auf Aristoteles zurückweisen und noch sonst manchen Punkt weiter ausführen. Natürlich fehlen auch die Nachwcisungcn angeführter thalmudischcr Stellen nicht; wir haben nur hinzuzufügen, fcal der Ausspruch, die geringste unter den Frauen der Zeitgenossen Mosis sei dem Ezechiel gleich gewesen, welchen der Hcrausg. A. 24 Ende S. 90 nicht findet, der Stelle Ln Mechiltha Beschallach zum Siebe am Meere c. 3 (Jalkut § 244) entspricht: על NNOV ראתה הים מה שלא ראה יהוקאל ושאר הנביאים, n»b die erste Quelle für Jalkut § 626 — der natürlich Maim. nicht Vorgelegen — ist Sifra daselbst. Einige Uebersetzungen dürften in Anspruch zu nehmen sein: