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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1863-01-01 · 3-4 (1863) · p. Seite 277

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
2 (1863)
Issue
3-4 (1863)
Date
1863-01-01
Page
Seite 277 (sequence 117)
Language
German
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Wolf: Dr. V. Veer. 277 tionen des Verewigten, ״zwischen der Leipziger Universitätsbibliothek und der Breslauer Seminarbibliothek getheilt, und zwar so, daß letztere den größeren Theil der Bibliothek erhalte". Das sächsische Cultus-Ministerium dankte in öffentlicher Bekanntmachung und in einem an Frau Dr. Beer gerichteten Schreiben für diese zugewendete Schenkung und erklärte bereitwillig auf deren Wunsch, ״daß diejenigen Stipendien an der Leipziger Universität, die nicht ausdrück'lich für Studirende christlicher Konfession bestimmt sind, auch jüdischen Studirenden zusallen sollen". Die Verwaltung des Fränckclschen Seminars ״begründete in Folge der Schenkung zwei Stipendien k 50 Thlr. für zwei Schüler des Seminars, die deren würdig sind, wofür sie verpflichtet sind, am Sterbetag des Herrn Dr. Beer einen Abschnitt aus der Mischnah zu lesen und das übliche Gebet für Verstorbene zu recitiren" (S. L). Daß die Stipendienstiftung auf Verlangen der Schenkerin und im Sinne des Erblassers vollzogen worden, glauben wir gerne; ob nun die dafür auferlegte Verpflichtnng, einen Perek Mischnajes zu lernen und Kaddisch zu sagen, nach dem Wunsche der feinsinnigen Frau und im Sinne des verewigten Freundes einer wissenschaftlichen Theologie und einer lebensvollen Religions- Übung ist, wollen wir dahingestellt sein lassen. Die׳ Anfertigung des Katalogs, das können wir zu unserem Bedauern als unparteiisch referircnd nicht verschweigen, befriedigt nicht die bescheidensten Anforderungen. Ein solcher Katalog mag darauf verzichten, wissenschaftliche Belehrungen zu geben — obgleich dies bei seltenen Büchern und Drucken wünschenswcrth ist, — allein er muß jedenfalls nicht Verwirrung anrichten und nicht allbekannte Jrrthümer wiederholen. Was soll man nun dazu sagen, wenn hier sogleich auf den ersten Seiten der bekannte Brief Efodi's: ״sei nicht wie Deine Väter" (nebst den anderen beigedrnckten polemischen Schriftchen) als von Isaak b. Abraham b. Juda Akrisch — der blos der Sammler und Herausgeber war — verzeichnet wird (s. Nr. 34), demgemäß im Autorenverzeichnisse (S. 131) ein Jsak Eck'res (816!) erscheint, während Efodi oder Prifot Duran nicht dabei genannt wird, hingegen im Nachtrage (Nr. 2508) der Brief Prifot's angegeben und im Autorenverzcichnisse unter Prophiat Duran registrirt wird! Oder wenn kurz darauf (Nr. 36) das Jeßod mora we-Sod Thorah Aben Esra's anfgcsiihrt wird als NID TI01 לו־א״בע ז״ל NID יסיר, als waren es zwei besondere Schriften, ..oder wenn die SLreitschrist Karlbürg's gegen Friedländer in ״Berlin" verzeichnet wird (Nr. 45),

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