Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 2 (1863)
- Issue
- 3-4 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 259 (sequence 99)
- Language
- German
- Belongs to
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2. Die Verwischung der Götzen. 259 p. 5 Z. 9, Analecta ed. Delagarde p. 137 Z. 22). Nun wird auch die Stelle 2. Kön. 23, 10 — in der ich Urschrift S. 304 Anm. die Corruption erkannte, aber noch nicht zu berichtigen wußte— klar werden; denn לבל^י bedeutet dort nichts Anderes als: der Baalsgöttin, ״er verunreinigte die Brandstätte, welche im Thale der Söhne Hinnom der Balthi war, um zu verbrennen ein Jeder seinen Sohn und seine Tochter im Feiler dem Moloch", ganz wie Jer. 32, 35: Sie erbauten die Höhen des Baal, welche im Thale Ben-Hinnom, um ihre Söhne und Töchter dem Moloch zu verbrennen. Die 70 und der Syrer ignoriren zwar das לבלתי, aber sie übersetzen es keineswegs mit ״daß nicht", wie Symmachus, Theodotion und Thargum thun, und damit übereinstimmend die Accente, welche vorher ein Athnach setzen; 70 und Syrer kannten offenbar noch den richtigen Sinn, wollten ihn nur nicht offenbaren. Das Thal ״der Söhne Hinnom's" hatte die traurige Bestimmung, zur Brandstätte der Balthi oder des Moloch zu dienen (vgl. außer Jer. 32, 35 noch das. 7, 31. 19, 5 f.), und es hat seine traurige Berühmtheit der späteren Zeit als Gehinnom, Hölle, überliefert. Dorthin Andern auch eine Grabstätte anzuweisen, war eine Beschimpfung, wie sie Jer. 7, 32 (vgl. 19, 11) bezeichnet: sie werden Ln Thofeth (gleich dem vorhergehenden Thal Ben-Hinnom) begraben wegen Mangels an Platz. Und doch klingt es, wo es vorkommt, zu hart und suchte man es später zu verhüllen. Wenn Josiah die Asche der Ascherah auf das ״Grab der Söhne Hinnom's" wirst (2. Kön. 23, 6) als an einen Ort unreiner Aschenhaufen, wie dies ähnlich vorher (V. 4) von den zu Asche verbrannten götzendienerischen Geräthschasten berichtet wird; wenn Jojakim die Leiche des durch ihn getödtcten Propheten Uriah, weil er Unheil verkündet, zur Beschimpfung gleichfalls in die ״Gräber der Söhne Hinnom's" werfen läßt (Jerem. 26, 24): so ändert an ersterer Stelle schon der Chronist (II. 34, 4) dahin, er habe die Asche der Ascherahs geworfen auf die ״Gräber (derer), welche ihnen opferten", unser Text aber setzt dafür an beiden Stellen auf ״das Grab (die Gräber) der Söhne des Volkes". Das ist offenbar sinnlos, und für ist zu lesen ך.נם; die Spur dieser Lesart bewahrt deutlich das Thargum. Dieses 'übersetzt nicht etwa בני עכלא oder בניא דעמא (wie beim Syrer), sondern גליא oder בני גליא. Dies ist aber sicher nichts Anderes als ״Haufen" von Gebeinen (NDW גל של) oder von Asche, derselbe Ausdruck, der im 17*