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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1863-01-01 · 3-4 (1863) · p. Seite 251

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
2 (1863)
Issue
3-4 (1863)
Date
1863-01-01
Page
Seite 251 (sequence 91)
Language
German
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hl Ueber den ersten Vers der Genesis. 251 versucht fühlen, das Wort לעשות für einen späteren Zusatz zu halten; allein es ist nicht zu übersehen, daß hier, des Sabbaths wegen, das göttliche Schaffen, welches sogar!62*0־ genannt wird, als Vorbild für die menschliche Arbeit gelten soll, weshalb auch V. 2 das Wort עשה zweimal gebraucht wird. Um nun die gewagte Verbindung von מלאכה und ברא zu rechtfertigen, wird gesagt, daß Gott zwar im Anfänge Alles durch seinen Willensact hervorgerufen, aber während der sechs Schöpfungstage erst im Einzelnen gestaltet hat. Das erste Schaffen geschah in der Absicht, die ELnzeldinge zu gestalten, und insofern ist das ganze Werk eine Schöpfung; aber doch kann ברא im strengeren Sinne nicht in Bezug auf die sechs Tagewerke gesagt werden, und deshalb wird לעשות hinzugefügt. Wenn hier ein späterer Zusatz vorliegt, so beginnt er mit den Worten: בי בו שבת (da die ganze Stelle als Wiederholung von V. 2 erscheint) oder mindestens mit אשר ברא. Jedenfalls aber ist hier eine genaue Erklärung von 1, 1 gegeben, aus der vielleicht die oben erörterten Stellen des Buches Jesaja geflossen sind. — Dieselbe Wahl der Wörter zeigt sich übrigens auch V. 4, wo zuerst gesagt ist: אלה ״״ תולדות השמים והארץ בהבראםd dann: ביום עשות ד' אלהים ארץ ושמים. In der zweiten Hälfte dieses Verses steht absichtlich ארץ vor שמים, weil das erste Tagewerk sich auf die Erde bezieht und sie überhaupt der Mittelpunkt der geordneten Schöpfung ist. Ebenso heißt es Exod. 20, 11 und 31, 17: בי ששת ימים עשה ד, וגר,, wo unmöglich ברא stehen könnte. Unbestreitbar ist, daß Stellen wie Hiob 26, 7 ff. (vgl. 38, 4 ff.) und Spr. 8, 22—29 eine absolute Schöpfung voraussetzen. Die Frage: איבה היית ביברי ארץ (Hiob 38, 4) zeigt sogar eine gewisse Speculation über den Anfang. Wenn es (gewiß mit Bezug auf Gen. 1,1) von der Weisheit heißt:ד׳ קנני ראשית ררבו und מעולם נסכתי מראש מקדמי ארץ (Spr. 8, 22.23) und dann (V. 24) hinzugefügt wird: באין תהמות הוללתי, so wird damit das Chaos im heidnischen Sinne geradezu negirt. Der Plural תהמות, der im parallelcn Gliede durch מעינות erklärt wird, verhütet jede andere Auffassung des תהום der Schöpfungsgeschichte, welches Wort dann V. 27 u. 28 wieder im Sing, ausgenommen wird. Wie, nach Lhalmudischer Erklärung, das תהו ובהו als Schöpfung des ersten Tages gilt, so ist auch hier gesagt, daß die Weisheit geschaffen wurde, ehe noch die תהמות waren, daß also diese ebenfalls ein Werk Gottes sind. ראש עפחת תבל könnte erklärt werden: ״der Anfang der

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